2 Mio Minijobber sollen künftig Rentenbeiträge zahlen

bloggerDeutschland ist das Land der Minijobber. Einen festen Arbeitsplatz zu bekommen, gehört eher der Seltenheit an. So treibt es immer mehr in den so genannten Minijob. Viele haben zwei und mehr Arbeitsstellen um über die Runden zu kommen. Nun will man auch denen Geld aus der Tasche ziehen. Geht es den Koalitionspartnern wirklich darum, dass die Menschen später einen höheren Rentenanspruch haben?

Oder geht es ihnen um die Mehreinnahmen? Bei ca. 2 Mio Minijobbern und je 18 Euro sind das etwa 36 Mio. € Mehreinnahmen pro Monat.Minijobber müssen künftig grundsätzlich eigene Beiträge für die Rente zahlen. Darauf haben sich Union und SPD nach FOCUS-Informationen bei ihren Koalitionsgesprächen geeinigt. Wie FOCUS unter Berufung auf Verhandlungskreise meldet, soll es etwa für Schüler und Rentner aber Ausnahmen geben

Der Plan sieht vor, dass Arbeitgeber wie bisher 15 Prozent (bei 400. Euro = 60.- Euro) Pauschalbeitrag an die Rentenversicherung zahlen. Die Minijobber übernehmen die Differenz zum offiziellen Rentenbeitrag, aktuell also 3,9 Prozent.

Höhere Rentenansprüche im Alter?
Seit Anfang 2013 werden Minijobber automatisch in der Rentenversicherung angemeldet und müssen Beiträge abführen. Sie können sich bislang aber einfach per Antragsformular davon befreien lassen. Vor 2013 galt die Regel, dass sie auf eigenen Wunsch in die Rentenversicherung aufgenommen werden konnten. Laut Bundesregierung führten trotz Rentenversicherungspflicht aber nur 621 000 von rund 2,6 Millionen geringfügig Beschäftigten, die seit Anfang des Jahres einen Minijob annahmen, Beiträge in die Rentenkasse ab. Der Rest ließ sich befreien.

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Die Nachfrist bis zum 1.1.2014 für Arbeiter nach der Minijob-Regelung läuft aus. Wer also mit 410.- Euro angemeldet war, fällt nun auch unter die Minijobber. Die Obergrenze wurde auf 450 Euro erhöht.

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