In 2011 sollen über 11 Milliarden gespart werden

Pressekonferenz heute 15 Uhr. Sie lassen die Katze aus dem Sack: Über 11 Milliarden in 2011. Im Jahr 2012 betrage die Summe der beschlossenen Sparmaßnahmen 19,1 Milliarden Euro. Man hat wohl eine sehr sehr lange Liste die verlesen wird. Ein Kahlschlag für Soziale Zahlungen? Das Bundeskabinett hat sich damit beschäftigt 80 Milliarden sollen insgesamt eingespart werden, so Merkel. Es werden immer mehr. Aber das macht ja nichts, das mit dem Euro dürfte wohl bald gegessen sein. Einen Kraftakt hätte sie hingelegt, sagte Merkel… Eine Leserreaktion dazu

Wenigstens bleibt die Einkommenssteuer unangetastet. Dabei wird einem halt anders das Geld aus der Tasche gezogen. Hat sie schon von der Nachricht gehört, dass die Deutschen Banken 380 Milliarden in den Wind schreiben müssen? Eine Luftverkehrsabgabe, Energiesteuer soll nicht mehr subventioniert werden. Auf jeden Fall weniger Ausgaben für Hartz4 Empfänger. Wo genau werden aber welche Ausgaben gekürzt. Auf jeden Fall die Reichen können sich freuen, denn der Spitzensteuersatz bleibt unberührt und eine Vermögenssteuer wird es auch nicht geben.

Westerwelle muss auch noch seinen Senf dazugeben, der ja immer vor der Wahl laut gerufen hat: Arbeit muss sich wieder lohnen! Bis jetzt hab ich noch nichts davon gemerkt, doch auch er meint jetzt, wir hätten über unsere Verhältnisse gelebt. Keine Mehrwertsteuererhöhung, keine Soli Erhöhung, doch wo sind dann die Zahlen was wann wo gespart wird. Keine Sparen bei Bildung… wunderbar! Also ich weiss nun gar nicht genau wo genau gespart wird.

Man spricht von Einsparungen und einem Ziel von mehr Arbeitsplätzen und von eine Liste der Grausamkeiten, die beschlossen ist. Da dürfen wir alle in Zukunft gespannt sein.

  • Chiron

    Und meines wissens ist wieder keine Reichensteuer dabei!

    Aber wozu auch?

    Man kann ja auch an denen sparen die nichts haben, die sind halt einfach mehr….

  • Hans

    Sieht so aus, als sei eh alles gelaufen, der Euro ist gerade kräftig am crashen. Wenn hier keiner ein Wundermittel hat, ist alles gelaufen. Mit dem haircut ist alles weg, jedenfalls bei der großen Masse der Sparer.

  • Chiron

    Naja gelaufen ist es noch nicht.

    Man wird niemals zugeben, dass „die klugen Köpfe“ einen totalen Bankrott nicht verhindern konnten.

    Also wird man versuchen davon abzulenken. Ein Krieg währe grad passend, man könnte sämtliche Rechte auf den Präsidenten/Bundeskanzlerin oder was auch immer regiert übertragen, Informationssperren verhängen, das öffentliche Leben kontrollieren und alles mit einem Sündenbock der mit einer Operation „False Flag“ dazu gemacht wurde.

    Und der Iran bietet sich geradezu an.

    Ich glaube es wird grad spannend^^

  • Mir wird es fast zu spannend. Es ist beängstigend.

  • Chiron

    Vor zwei Jahren konnte man noch „in Ruhe“ Angst haben, zwischenzeitlich ist alles schon im vollem Gange.

    Angst behindert nur, konzentriert euch darauf, wie ihr euch auf das was kommt vorbereiten könnt.

    Wie gesagt, es ist ein überschaubarer Zeitraum, macht das Beste daraus.

  • Hans

    Wir wohnen in der Nähe von Straßbourg, dort eskaliert die Gewalt fast täglich bei anti israelischen Demonstrationen. Die Presse berichtet wenn, nur kurz. In Straßbourg brannten schon immer leicht Autos, doch es wird heftiger, denn es kommen auch Krawallmacher aus anderen Ländern hinzu, teilweise gut organisiert. Wenn das zum Flächenbrand wird, rette sich wer kann.

  • lohnsinger

    Bundeshaushalt: Ausgaben seit 2006 um 25% gestiegen. Von Sparen kann nicht die Rede sein. Mit großen Worten feiern derzeit Politiker der schwarz-gelben Koalition das „größte Sparpaket seit Bestehen der Bundesrepublik“. Ein näherer Blick auf die geplanten Änderungen zeigt jedoch, dass von Sparen beim besten Willen keine Rede sein kann: Tatsächlichen Ausgabenkürzungen von ca. 5 Milliarden Euro stehen Steuererhöhungen in fast gleicher Höhe gegenüber. (ef-magazin.de)
    http://www.ef-magazin.de/2010/06/08/2214-bundeshaushalt-ausgaben-seit-2006-um-25-gestiegen

  • Chiron

    das erschreckende ist, diese Vorhersage ist tatsächlich vom letzten Jahr und auch das die Krise nicht vorbei ist wurde von ihm richtig gesehen.

  • genau so beschreibt es auch diese Zeitung heute:

    Anlässlich der Vorstellung seines Buches Behördenflut in Deutschland – 50 Ämter und Institutionen auf dem Prüfstand hat
    Professor Dr. Justus Haucap, Direktor des Düsseldorfer Instituts für Wettbewerbsökonomie und Vorsitzender der Monopolkommission, 50
    Behörden benannt, deren Berechtigung zweifelhaft sei.

    Er liefert damit konkrete Vorschläge zum Sparpaket der Bundesregierung.

    Es könne nicht sein, dass die seit 1922 existierende
    Bundesmonopolverwaltung für Branntwein jährlich rund 80 Millionen Euro Steuergeld koste, während das Branntweinmonopol schon 1976 abgeschafft worden sei, so Prof. Haucap. Anhand von 49 weiteren Beispielen fordert Haucap, dass viele Behörden zusammengelegt, privatisiert oder ganz abgeschafft werden sollten.

    Mit Blick auf die angespannte Haushaltslage dürfe es beim Sparen keine Tabus geben, fordert der Geschäftsführer der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft Hubertus Pellengahr. Den Steuerzahlern sei es nicht länger zumutbar, defizitäre staatliche Weingüter, Gestüte oder
    den Nürburgring zu finanzieren. Zudem würde Bürokratieabbau nicht nur Steuergeld sparen, sondern auch unternehmerische Investitionsbremsen
    lösen, so Pellengahr anlässlich der Buchvorstellung in Berlin.