Lohndumping Grund für die neue Zuwanderungs-Kampagne

Man redet allerseits über Fachkräftemangel und unternimmt wieder einmal das Falsche. Wie wäre es, einfach mehr Fachkräfte auszubilden?  Die Folgen, Arbeitskräfte aus dem Ausland zu holen kennen wir bereits aus der Vergangenheit als man einfache Arbeiter ins Land holte. Die Familien kamen nach und viele konnten sich nicht integrieren. Ich kenne einige die als Kleinkind nach Deutschland mit kamen und sich zu keinem Land zugehörig fühlen. Ihre Geburtssprache sprechen sie mehr schlecht als recht, denn sie sind ja in deutsche Schulen gegangen. Das Geburtsland ist fremd und in Deutschland sind sie die Ausländer. Man muss sich auch mal darüber Gedanken machen. Nun startet man wieder eine neue Zuwanderungs-Kampagne:

Wenn Firmen jetzt schon überall Fachkäfte finden können, kann nur der Wunsch nach Lohndumping Grund für die
neue Zuwanderungs-Kampagne sein. Es stimmte schon immer: Wer seinen Beschäftigten attraktive Löhne und sonstige Bedingungen gewährt, bekommt auch die gesuchten Leute. Wer aber etwa Akademiker nur mit Zeitverträgen, Praktika oder im internationalen Vergleich absinkenden Löhnen abspeist, braucht sich über Mangel an Fachkräften nicht zu wundern. Die ziehen weg. Wer sich hier nicht bewegt, wird auf Dauer nicht konkurrenzfähig sein.  Deutschland hat schlechte Erfahrungen damit gemacht, sich vor den Einwanderungskarren der Wirtschaft spannen zu lassen, wie vor Jahrzehnten beim Zuzug billiger und ungelernter Kräfte aus Südeuropa oder der Türkei. Auch „Fachkräfte“
können schnell zur sozialen Last werden, wenn die Ökonomie wieder abschmiert.

Originaltext:   Märkische Oderzeitung

  • nordkrieger

    hallo @admin!
    ein sehr gutes wort zum sonntag in die beginnende woche. da redet man von ministraler seite (csu!) gegen mindestlöhne-, wem die lohnstruktur hier zu niedrig ist-, soll eben beim teuersten/besten anbieter kaufen !so nen scheiss hab ich ja noch nie gelesen. diese bayrischen christsozialen entlöden sich nicht-, neoliberalen mist zum 1001.- mal wiederzukäuen-, es ist einfach nur skandaloes!!!!!
    wenn die breite masse genug im portemonnaie hätte-, um oft im jahr beim besten anbieter einkaufen zu können -, dann wäre ja schonmal was gewonnen! aber da sind wir ja wieder beim sozialistenargument : auskömmliche löhne für qualifizierte arbeit zu bezahlen.denn:
    die arbeitnehmer -, die hier leben und arbeiten, müssen hier ! miete zahlen und hier! ihre familie ernähren und nicht in rumänien oder bulgarien.

    die ganze eu-erweiterung der letzten 15 jahre ist ein einziger nonsens…………….,
    mit bestem gruss
    n`krieger

  • goldmann

    die eu erweiterung hat mich damals meinen job und meine firma gekostet, das mal so nebenbei. ich hatte eine gesunde firma mit 30 Mitarbeitern. alles lief gut, bis die aus dem ostblock kostenlose kredite bekamen und auch noch die lizenzen für transporte bekamen für die wir deutschen viel zahlen mussten. so kam es, dass die transportpreise immer weniger wurden. die fuhren für 1/3 von dem was vorher gezahlt werden musste. das war der beginn unseres untergangs.

  • emilie

    Von Max Frisch stammt die überaus treffende Formulierung, daß man Arbeitskräfte rief und daß Menschen kamen. Inzwischen muß man noch genauer formulieren. Es kamen Menschen, die eine neue Heimat suchten, Einwanderer.
    Aus dieser Veränderung, die voraussehbar war, ergeben sich ganz neue Probleme, die mit denen der Gastarbeiter-Beschäftigung, etwa von Italienern oder Spaniern, nur noch wenig zu tun haben.

    Diese Probleme sind gewichtig. Mehr als eine Million ausländischer Kinder wachsen in der Bundesrepublik auf. Viele haben Schwierigkeiten mit ihren zwei Sprachen. Ihre Aussichten auf eine qualifizierte Ausbildung und einen qualifizierten Arbeitsplatz, überhaupt auf einen Arbeitsplatz, sind deutlich geringer als die deutscher Kinder.

    Zugenommen hat die Zahl derer, die als Halbwüchsige ins Land kommen, die dadurch überhaupt keinen Zugang zur Schul- oder Berufsausbildung mehr finden. Das Abgleiten in die Asozialität ist für sie fast vorprogrammiert.

  • hagebuchen

    Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat vor
    einer massiven Anwerbung von ausländischen Fachkräften für die deutsche Wirtschaft gewarnt.

    „Wenn ich mir die hohe Zahl der Schulabbrecher und die geringe Zahl der Hochschulabsolventen unter den Migranten ansehe, dann sage ich, wir sollten uns erst einmal um die kümmern, die bereits da sind. Die müssen wir qualifizieren, die müssen wir fordern und fördern“, sagte de Maizière dem „Weser-Kurier“und der „Ostsee-Zeitung“ in einem gemeinsamen Interview
    (Dienstag-Ausgabe). Er widersprach damit seinem Kabinettskollegen, Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP), der für Zuwanderungsprämien plädiert. „Auf einem Fest kann man nur mit den
    Mädels tanzen, die da sind und nicht von denen träumen, die nicht da sind“, so der Innenminister weiter. Er ärgere sich auch darüber, wenn
    ostdeutsche Handwerkspräsidenten dazu aufriefen, Fachkräfte aus Polen ins Land zu holen. „Warum holen wir nicht die zurück, die vor Jahren
    in die westlichen Länder gegangen sind?“ fragt de Maizière. Noch vor wenigen Jahren sei es objektiv so gewesen, dass eine Realschülerin aus Grimmen eine bessere Perspektive im Westen gehabt hätte als in Mecklenburg-Vorpommern. „Aber das hat sich völlig gedreht. Heute muss es heißen: Kommt er, weil es hier besser ist als anderswo. Und für
    junge Westdeutsche gilt, im Osten gibt es tolle Perspektiven.“

    Originaltext: Weser-Kurier

  • nordkrieger

    Gute Recherche in der Presse und in der Literatur-,
    @Bravo !!!
    Die Essenz aus dem Ganzen ist doch-, wenn sich die Arbeitgeber wieder zur Gewohnheit machen würden-, auskömmliche Löhne für qualifizierte Arbeit zu bezahlen hätten wir die Abwanderung der Arbeitskräfte , zu denen im übrigen auch Krankenschwestern /+Pfleger sowie Ärzte gehören , nicht mehr und die Stellen blieben besetzt.

    Da beisst sich doch die Katze in den Schwanz!Hier die Arbeitnehmer mit Minilöhnen-, Zeitarbeitern u. ä. unter Druck setzen , sich dann aber wundern-, daß die Inlandnachfrage seit 10 Jahren so in den Keller gegangen ist-, daß ein gutes Geschäft nach dem anderen schliessen muss. Das einzige-, was in den letzten Jahren Konjunktur hatte , war der Geiz-, der laut dem Werbeslogan
    so geil sein soll !

    Die Schere zwischen Reich und Arm ist immer mehr auseinandergegangen-, die Roten sind so gut wie bei jeder Wahl über der 5 % Hürde oder mehr und dieses Land ist ein Übernahmekandidat für einen militärisch starken Nachbarn.

    Wer das nun wieder sein soll-, naja-, da wird Euch schon wer einfallen !!!;-)
    Einen herzlichen Gruss @llen und eine schöne Woche

    N `krieger

  • nordkrieger

    thema (!halbwüchsige !)……….,
    da ist natürlich absicht dahinter-, die werden teilweise als dealer eingesetzt, weil sie noch nicht strafmündig sind! werden sie geschnappt-, sind sie umgehend wieder draussen!

  • Pingback: (Mangel-)Wirtschaft « politik.de > Blog()

  • nordkrieger

    Das Einzige, was in diesem Lande wächst ist : Hartz 4, Vollzeitarbeitsplätze mit Lohndumping (Aufstocker eben…!), und die Schwarzarbeit! Irgendwas müssen die vielen Hartzies doch machen mit ihrer überschüssigen Energie-, die geht nicht nur im Ehebett drauf für Erhöhung des Kindergeldes-, 😉 ………………!!!

    nenenene ……….: Die Schwarzarbeit strebt immer höheren Gipfeln entgegen…………..! Ist auch gut für die Republik-, kurbelt die Binnennachfrage an …

  • Ich habe eine Mail von einem User bekommen, die ich hier einfüge:
    Lieber Admin,
    wenn man als Hartz4 Empfänger Arbeit bekommt ist man beschissen dran. Ich habe am 29.9. endlich Arbeit bei einer Zeitarbeitsfirma bekommen. Vertag 154 Stunden a´7 Euro. Habe es dann gleich der Arge gemeldet, die haben dann sofort die Zahlung am 1.10. gestoppt, so dass ich weder Miete noch Strom, Sprit und Essen zahlen kann. Eine Abrechnung bekomme ich vom Arbeitgeber erst am 16.11. für Lohn Oktober.

    Ich sitze heute da, kann nicht zur Arbeit, weil mein Tank leer ist (Es sind täglich 81 KM) Ich habe nichts zu Essen für meine Familie und Miete nebst Strom und Nebenkosten konnte ich auch nicht zahlen. Am besten nehm ich mir einen Strick.