Blaue Pillen für rote Genossen

Noch ein Buch, das für viele unbequem werden wird: 256 Seiten die vielleicht noch unbequemer werden als das von Kerstin Heisig. (Da konnte man dann noch nach deren Tod etwas ändern) Das Erscheinen des Buches „Der getürkte Reichstag: Tante Semras Sippe macht Politik“ ist für den 4. September 2010 angekündigt und ich hoffe, dass nicht vorher noch etwas ungewöhnliches passiert. Denn neben ihrer offiziellen Aufgabe als Islambeauftragte ihrer Partei war sie während ihres Urlaubs noch in einer weiteren wichtigen Mission unterwegs: Sie verschaffte bedürftigen Genossen preiswert die Potenzpille Viagra – aus der Türkei. Es dürfte interessant werden, ob es nicht noch was zum Schniefen sein durfte. Lale Akgün, geboren 1953 in Istanbul, wagt sich ganz schön weit aus dem Fenster, denn Rezeptpflichtige Medikamente aus dem Ausland einfach so zu verteilen ist in Deutschland strafbar. Vielleicht weiss sie das nicht.

Auf Bild steht: Akgüns Nebenjob begann am Rande einer Bundestagssitzung. Ein Kollege bat die Deutsch-Türkin darum, ihm bei ihrer nächsten Türkei-Reise ein Medikament zu besorgen. „Ich dachte, er meint Aspirin“, schreibt Agkün. „Aber er wollte Viagra.“ Zwei Tage später trat ein weiterer Genosse mit der Bitte an sie heran. In einer Apotheke in der Hafenstadt Cesme gab Akgün eine Großbestellung auf.

Auszug aus dem Buch: Tante Semras Sippe ist nun im Herzen Deutschlands angekommen: Nichte Lale Akgün wird in den deutschen Bundestag gewählt. Und die ganze Familie nimmt regen Anteil an ihrem neuen Leben. Im Reichstag ist die gebürtige Türkin natürlich erst einmal eine Exotin. Und die Fraktionskollegen wundern sich: dass ihr Mann sie so ganz alleine und ohne Kopftuch in die Hauptstadt gehen lässt! Doch die Genossen erkennen schnell, was „gelungene Integration“ bedeutet, und so reist Lale mit langen Wunschlisten in den Türkeiurlaub, um ihnen preisgünstiges Viagra zu besorgen. Blaue Pillen für rote Genossen – schon die Vorstellung ist für Tante Semra so köstlich, wie ihre geliebten Leberkäsebrötchen. Heitere, komische und liebevolle Einblicke unter die Kuppel des Reichstags, in die Hinterzimmer deutscher Kneipen und türkische Wohnstuben.

Mein Hass auf diese dreckigen Politiker wird dadurch leider nicht kleiner.

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