Der neue Bundespräsident ist Wulff, Wahl live im ARD

Nun erfolgt der 2. Wahlgang, da Wulff nicht die Stimmenmehrheit hatte. Die Spannende Wahl zum Bundespräsidenten live im ARD. Man wartet jetzt auf das Signal, wie der Ausgang wird. Es hat geklingelt und Lammert verkündet den Ausgang des ersten Wahlgangs. Christian Wulff sitzt neben der Frau Bundeskanzlerin  und neben Herrn Seehofer. Das Ergebnis: Stimmen 1242 Gesamt 600 Stimmen für Wulff, 499 Stimmen für Gauck.. Diese 600 Stimmen sind eben nicht genug, es fehlen ihm 23 Stimmen. Es wird wohl dann ein längerer Nachmittag. Nach 15 Uhr geht es weiter. Das ist eine Klatsche für Merkel und Wetserwelle. Ich gehe davon aus, dass es sogar noch einen 3. Wahlgang geben wird. Man drückt den Unmut aus, den man gegen die Regierung Merkel, Westerwelle hat.

Im 3. Wahlgang braucht man keine absolute Mehrheit mehr. Beispiel: 05.03.1969 in Berlin: 1036 Wahlleute, absolute Mehrheit: 519 GUSTAV HEINEMANN (SPD) im 3. Wahlgang mit 512 von 1023 abgegebenen Stimmen (50,05 Prozent; = 49,4 Prozent der gesetzlichen Stimmen) gewählt; Verlierer Gerhard Schröder (CDU) mit 506 Stimmen.

  • Deutscher Michl

    Warum wollen die Parteien nur einen Parteifreund zum Präsidenten wählen? Wer sich die vielen Kommentare zu den Wahlgängen angehört hat, bekam den Eindruck, dass es hier um wahre Demokratie und sonst edlem politischen Händel handelt. Hmm, liebe Freunde, wer weiss schon um was es wirklich geht? Jede Regierung ist gegenüber dem Präsidenten verpflichtet ihn über die laufenden politischen Vorgänge zu informieren. Seit Adenauers Zeiten haben aber die Regierungen den Präsidenten, wenn er einer der Oppositionsparteien angehört hat, diese Pflicht auf ein Minimum beschränkt, um den Oppositionsführer „dumm“ zu halten. Wäre nun an Stelle des Herrn Wulf der andere Kandidat gewählt worden, wäre das Kanzleramt in eine prekäre Situation geraten. Die Opposition hätte Zugang zu Geheimnissen der Regierung bekommen. Na, ja. Es ist ja noch einmal gut gegangen. das schreibt:
    Manfred Dimde