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Eine Hungersnot in Deutschland? - Gold Blogger

Eine Hungersnot in Deutschland?

2018Nie im Leben, mag manch einer denken. Und doch ist gerade dies nicht unwahrscheinlich, wenn man die Fakten kennt! Keiner meiner Leser oder Zuhörer hat darüber gelacht, sondern ist sich sehr schnell über den Ernst der Lage bewusst geworden. Damit habe ich genau das erreicht, was ich mit meinem Buch wollte: Dass die Menschen darüber nachdenken, was NACH einem Crash auf sie zukommen könnte. Nehmen Sie beispielsweise meine Kapitel „Die große Hungersnot“ oder „Blackout – Wenn die Energieversorgung kollabiert“. Hier habe ich gut belegt Szenerarien dokumentiert, die über uns hereinbrechen könnten. Auch wenn sie noch so unrealistisch erscheinen mögen. Schreibt Guido Grandt.

Unbewusst spüren die Menschen schon längst, dass irgendwas nicht stimmt. Aber wir Deutschen sind Verdrängungsweltmeister! Nicht nur die Politik, sondern vor allem auch weite Teile der Medien tun ihr übriges dazu, uns in einer Art „Scheinsicherheit“ zu wiegen. Es darf einfach nicht bekannt werden – sowieso nicht vor den Bundestagswahlen – wie es tatsächlich um Deutschland und Europa steht. Auch dazu können Sie jede Menge Fakten in meinem Buch nachlesen.

LESEPROBE: “2018 – Deutschland NACH dem Crash”

Geschrieben von krisenfrei – 05/06/2013
»Gesellschaften können schnell in Panik geraten, wenn sie keine Zukunftsperspektiven sehen.«
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble
»Wenn es der Politik nicht gelingt, endlich die überfällige Reform der internationalen Finanzmärkte durchzusetzen, sind die westlichen Demokratien in der jetzigen Form nicht mehr zu retten.«
Heiner Geißler (ehemaliger CDU-Generalsekretär)
»Heute dürfen wir keine Zweifel daran haben, dass Europa in Gefahr ist.«
Jacek Rostowski (polnischer Finanzminister)
Was geschieht nach dem Zusammenbruch des Euro mit uns?
Enthüllt: Was nach einem Euro-Crash auf Sie, Ihre Familie und Ihr Vermögen zukommt!
Enthüllt: Wie »krank« Deutschland tatsächlich ist!
Enthüllt: Wie groß die Gefahr einer »Eurobellion« ist!
Enthüllt: Wie sich die Bundeswehr und Spezialeinheiten bereits auf Bürgerkrieg und Aufstandsbekämpfung vorbereiten!
Enthüllt: Wie »schlecht« es den EU-Krisenländern wirklich geht!
Und vieles mehr …
– UNZENSIERT und UNGEKÜRZT –
»In jeder Krise des Geldes (…) müssen Menschen auf ganz existentielle Weise den Preis für den Verlust der Glaubwürdigkeit des Geldes zahlen: mit Arbeitslosigkeit, Entzug ihrer Behausung und sozialer Ausgrenzung.«
Christina von Braun (Professorin für Kulturtheorie)

Nach dem Glauben der Maya endete am 21. Dezember 2012 das »Zeitalter des Jaguars«.[2] Die Welt, so wir wie sie kennen, sollte untergehen, um anschließend wieder neu geschaffen zu werden. Die kollektive Panik, die sich vielerorts ausbereitete, angefacht vom Feuer esoterisch-spiritueller Lehren und ihrer Adepten, ist jedoch längst verflogen, auch wenn die Hysterie am unbelehrbarsten ist. Heute wissen wir, dass die schon vor Jahrtausenden prophezeite Apokalypse nicht eingetreten ist. Wir müssen also noch auf das Ende der Welt warten. Mindestens fünf Milliarden Jahre lang. So lange dauert es nämlich, bis die Sonne ihre Vorräte an Wasserstoff verbraucht hat, sich auf ein Vielfaches ihrer Größe ausdehnt und alles Leben auf der Erde – vorausgesetzt, ein solches gibt es noch – mit ihrer enormen Sonnenstrahlung unbarmherzig verbrennt.

Vielleicht aber meinten die präkolumbianschen Maya mit ihren Endzeitvisionen nicht den Untergang der Welt im herkömmlichen Sinn, sondern das Erreichen des »apokalyptischen Nullpunkts« des Spätkapitalismus in der gegenwärtigen Banken-, Finanz- und Wirtschaftskrise, wie der slowenische Philosoph und Kulturkritiker Slavoj Žižek anführt.[3] Damit würde auch ein anderes Datum in den Fokus der »Endzeit-Prophezeiungen« rücken: das Jahr 2018. Und damit verbunden der »Euro-Crash«! Wobei manche Experten den Untergang der europäischen Gemeinschaftswährung etwas früher, andere wiederum etwas später erwarten. Dies wäre im wahrsten Sinne des Wortes eine »Apokalypse«: nicht nur eine finanzwirtschaftliche, sondern vor allem die einer politischen Idee!

So schockte der Titel des Wirtschaftsmagazins Focus Money im August 2012 nicht nur die Bevölkerung und die Politik, sondern gleich den ganzen Mainstream: »In 18 Monaten ist der Euro kaputt«. Und der Untertitel tat sein Übriges dazu: »Die Wahrheit hinter den Kulissen der Schuldenkrise – Was ein prominentes Mitglied der Regierungspartei FOCUS MONEY über die Gemeinschaftswährung verrät«.[4] Der Chefredakteur erklärte an Eides statt, dass »alles, was Sie auf folgenden Seiten lesen, genau so ausgesprochen wurde«, und nahm damit Bezug auf ein »prominentes Mitglied der Regierungspartei«, das in »Sachen Euro auspackte. Hinterher wollte dieser es aber nicht mehr als Interview lesen.«

Kaum zu verdenken, versetzte der anonyme Politiker mit seinen Aussagen doch die Europagläubigkeit aller Parteien erheblich in Zweifel. Mit Ausnahme der Linken vielleicht. So sprach Mister Anonymus wahrhaftig Klartext: »In der Geschichte gab es selten Phasen mit mehr als 60 Jahren politischer Stabilität, so wie wir sie in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg erleben. Wir werden gerade Zeugen eines Epochenumbruchs, so viel ist sicher. Wohin uns das führt, ist noch unklar«. Und weiter: »Ich bin mir sicher: Die europäische Währungsunion wird in ihrer heutigen Form nicht fortbestehen. Dazu sind die Interessen und Stärken der einzelnen Mitgliedsländer zu unterschiedlich (…) Wie auch immer das im Detail ablaufen wird, eines scheint sicher: Innerhalb der nächsten 18 Monate wird die Währungsunion auseinanderbrechen.«[5] Gemäß dieser Prognose würde der Euro also spätestens im Februar 2014 »crashen«.

Hierfür gibt es noch andere Voraussagen und Berechnungen: Diplom-Mathematiker und Wirtschaftswissenschaftler Bernd-Thomas Ramb entwarf eine »Wahrscheinlichkeitskurve« für eine Währungsreform, basierend auf der demografischen Entwicklung Deutschlands. Demnach würde im Jahr 2017 diese Kurve 50 Prozent Wahrscheinlichkeit erreichen. 2018 dann wäre die Wahrscheinlichkeit für eine Währungsreform größer, als dass diese nicht käme, so Ramb.[6] Unser Nachbarland Schweiz sorgte jedenfalls schon mal vor: Im Oktober 2012 produzierte das Schweizer Fernsehen (SF) aus »arbeitsökonomischen Gründen« einen Bericht über den »Euro-Crash«, der für viel Verwunderung sorgte.[7]

Die düsteren Prophezeiungen eines Untergangs der europäischen Gemeinschaftswährung sind nicht mehr zu übersehen. Zeit also für jeden Bürger, über dieses Szenario nachzudenken. Denn ein »Euro-Crash« hat weit reichende, dramatische Konsequenzen – für jeden Einzelnen. Natürlich sprechen die Politiker landauf und landab nicht offen darüber. Schließlich stehen im Herbst 2013 Bundestagswahlen an, und jeder der es wagt, mit Offenheit und Ehrlichkeit die ohnehin schon vorherrschenden Bürgerängste zu schüren, würde, so die allgemein vorherrschende Meinung, unvermeidlich als Verlierer das Wahlfeld verlassen. Das scheint zumindest so sicher wie das Amen in der Kirche. Natürlich wissen die Volksvertreter sehr genau, dass die EU- und Euro-Stimmung auch hierzulande auf dem Tiefpunkt ist. Darauf werde ich an anderer Stelle noch genauer eingehen. Nicht umsonst wurde im Oktober 2012 der Europäischen Union eiligst der Friedensnobelpreis verliehen, um das negative Image aufzupolieren. Die Idee des »Gemeinsam sind wir stärker« der 500 Millionen Menschen in den 27 EU-Staaten mit ihren 23 Sprachen, die löblicherweise zur Vermeidung von Krieg führen soll, wurde aus der längst verstaubten Schublade geholt. Endlich konnten sich die »Eurokratiken« wieder vor den maroden Euro stellen, tatkräftig unterstützt von der Jury des norwegischen Nobelkomitees, das sich wünschte, »(…) den Blick auf das zu lenken, was es als wichtigste Errungenschaft der EU sieht: den erfolgreichen Kampf für Frieden und Versöhnung und Demokratie sowie die Menschenrechte; die stabilisierende Rolle der EU bei der Verwandlung Europas von einem Kontinent der Kriege zu einem des Friedens«.[8] So gingen Bilder von glücklichen Europäern durch die Welt, die beispielsweise laut »Danke, Europa« (Bild) skandierten und die Union mit Lob überhäuften. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigte sich überschwänglich, sprach davon, dass diese Auszeichnung für die EU »Ansporn und Verpflichtung« zugleich sei, »auch für mich ganz persönlich«. Bundespräsident Joachim Gauck schloss sich dem an: »Diese Auszeichnung verpflichtet uns alle, den Weg zu einem Europa fortzusetzen, das noch vereinter, noch gerechter, noch stärker und noch friedensstiftender ist.« Altkanzler Helmut Kohl, der stetige EU-Vorantreiber, wünschte gleich »Gottes reichen Segen auf unserem weiteren Weg zu einem geeinten Europa«.[9] Auch EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso durfte nicht fehlen, fotografiert mit lächelndem Gesicht und einem riesigen Blumenstrauß in den Händen. Ebenso EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy, der von einer »größtmöglichen Anerkennung der tiefen politischen Motive, die hinter der Union sehen« sprach, während EU-Parlamentspräsident Martin Schulz die Union als »einzigartiges Projekt« rühmte, das »Krieg durch Frieden und Hass durch Solidarität ersetzt hat».[10] Die Friedensnobelauszeichnung war nicht nur ein »Glücksfall«, sondern ganz sicher auch politisch motiviert, um allen Zweiflern von Helsinki bis Athen, von London bis Rom und von Lissabon bis Berlin vorzuführen, wie schön und gut doch alles ist. So ist seit den fünfziger Jahren der Frieden in Westeuropa nicht mehr gefährdet – das scheint auch wirklich das einzig Stabile zu sein.

Alles in Ordnung also in Europa, in der EU, mit dem Euro, könnte man meinen. Doch dies war und ist bis heute und gewiss auch in Zukunft nicht so. Der griechische Schriftsteller Nikos Dimou erinnerte beispielsweise: »Die EU hat nichts getan, um die europäische Idee zu fördern. Eine europäische Identität fehlt heute den meisten.« Und er fügt hinzu: »Gerade wurden neue Arbeitslosenzahlen veröffentlicht, mehr als 25 Prozent haben keinen Job (…) Uns hilft der Preis nicht. Und ich fürchte, die EU ist so ziemlich die letzte Organisation, der die Mehrheit der Griechen den Nobelpreis gegeben hätte.«[11]

Vielleicht sahen es Bundespräsident Gauck, der italienische Staatspräsident Giorgio Napolitano und der polnische Präsident Bronislaw Komorowski genauso: Nur wenige Wochen nach der Friedensnobelpreis-Verleihung wandten sie sich mit einer »Botschaft der Ermutigung« an ein »verunsichertes und verzagtes« Europa, dessen bester Weg zur Erhaltung von Stabilität und Wohlstand mit zielgerichteten Investitionen, nachhaltigem Wachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen zu erreichen wäre.[12] Damit scheinen die drei Staatsoberhäupter nicht nur ihrer Sorge über den Zustand der Eurozone Ausdruck zu verleihen, sondern wohl auch nicht mehr an die Euphorie um den Friedensnobelpreis für die EU zu glauben.

Tatsächlich entpuppt sich die »Erfolgsstory Europa«, die beispiellos sein sollte, der »Schlüssel zu unserer Zukunft«, wie sich der ehemalige Außenminister Hans-Dietrich Genscher einmal ausrückte[13], als stetig wiederholender Alptraum aus einem »Film Noir«. Ein solcher ist gekennzeichnet durch seine pessimistische Weltsicht, düstere Bildgestaltung und entfremdete, verbitterte Charaktere. Dies könnte, fast eins zu eins, auf die Europabühne samt ihren griesgrämigen Akteuren übertragen werden. Europa als ein »Film Noir« in einer tristen Welt, in der die Menschen täglich ums Überleben kämpfen und von der Hoffnung auf eine bessere Zukunft träumen …

Von dieser Zukunft handelt das vorliegende Buch hauptsächlich. Dabei ist das Jahr 2018 sozusagen der »Nullpunkt« meines zeitgeschichtlichen Koordinatensystems, um von ihm aus rückwirkend sowohl die Vergangenheit als auch die Gegenwart zu taxieren. Oder – er je nach Belieben – auch umgekehrt. Allerdings erkannte schon der bedeutendste Ökonom des 20. Jahrhunderts, John Maynard Keynes (1883-1946), dass das Wissen um die Zukunft genauso ungewiss wie das künftige Wissen ist. Zukunftserwartungen wären deshalb »erratischen[14], unvorhersehbaren Stimmungen« unterworfen. Damit hat Keynes sicherlich Recht. Vorhersagen können nur so konkret sein, wie es die auf Zukunft gerichtete Informationen, Faktoren und Indikatoren auch »belegen«. Hinsichtlich eines bevorstehenden »Euro-Crashs« jedenfalls gibt es solche zuhauf. Sie sind erschreckend konkret und im Ablauf der Vergangenheit begründet. Karl Marx (1818-1883), Nationalökonom, Philosoph, Gesellschaftskritiker und Journalist, wusste, dass sich Geschichte wiederholen würde: das eine Mal als Tragödie, das andere Mal als Farce.[15] Wie ich noch aufzeigen werde, wird sich die Geschichte nicht als Farce, sondern leider als Tragödie wiederholen – und das nicht nur als griechische.

Während Mariano Rajoy, Ministerpräsident des wankenden Euro-Schwergewichts Spanien, noch im September 2012 damit rechnete, dass es bis spätestens 2018 gemeinsame Anleihen der Eurostaaten, so genannte Eurobonds[16], geben würde, sozusagen als Endprodukt einer Fiskalunion, scheint es fraglich, ob die Europäische Union bis dahin überhaupt noch durchhält. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkels Forderung nach »mehr Europa« wird immer unrealistischer. Europa und die europäische Idee, die doch so viel mehr als eine gemeinsame Währung sein sollte, werden schließlich am bevorstehenden Währungsschnitt zerbrechen. Ein »Europa von morgen«, das in den Händen der Jugend liegen soll, wie es Merkel einmal postulierte[17], wird es jedenfalls so wie wir es kennen, nicht mehr geben.

Der »Euro-Crash«, der für viele Experten nicht mehr aufzuhalten ist, mutiert damit zur größten Bedrohung der europäischen Staaten seit Ende des Zweiten Weltkriegs. Diese dramatische »Enteuropäisierung einer Währung« wird nicht nur zu einer wirtschaftlichen, sondern auch politischen Destabilisierung einer ganzen Weltregion führen, mit ungeahnten globalen Auswirkungen. Genau darüber werden die Bürger im Unklaren gelassen, vielmehr mit Fachtermini wie ESM, Eurobonds, Bankenaufsicht oder Bankenunion ruhig gestellt, die zwar keiner richtig versteht, die aber Sicherheit der Währungszone versprechen und Stabilität des Euro garantieren sollen. Über die möglichen Folgen eines ökonomischen und/oder politischen Zusammenbruchs der Gemeinschaftswährung oder des Euroraums werden die Menschen nicht informiert. Im einvernehmlichen Schulterschluss mit der Politik tun die Mainstream-Medien ihr Übriges, solche Szenarien auch medial erst gar nicht aufkommen zu lassen oder gleich ganz unter den Teppich zu kehren.

Dabei hat bereits 2009 der deutsche Auslandsgeheimdienst BND (Bundesnachrichtendienst) der Regierung eine vertrauliche Studie zu den politischen Folgewirkungen der weltweiten Krise vorgelegt. Teile davon wurden an die Presse lanciert, um die »Öffentlichkeit auf mögliche weltpolitische Umwälzungen vorzubereiten«, wie es hieß.[18] Damals waren jedoch die Folgen der Weltwirtschaftskrise nicht so dramatisch wie heute. Die BND-Studie sagte massive Verschiebungen im globalen Machtgefüge voraus: den Aufstieg Chinas sowie den Abstieg Deutschlands und der Vereinigten Staaten aufgrund des (bislang) nicht absehbaren Zusammenbruchs der westlichen Volkswirtschaften. Der damalige BND-Präsident Ernst Uhrlau erklärte, dass eine lang anhaltende globale Krise (derzeit) nicht ausgeschlossen werden könne, und kalkulierte »Massenarbeitslosigkeit und Wanderungsbewegungen in einem bisher unbekannten Ausmaß« sowie stark eskalierenden Nationalismus und schwerste internationale Spannungen mit ein, die sogar Weltkriegspotenzial[19] beinhalteten.[20] Dabei blendeten die BND-Auszüge die Krisentendenzen innerhalb Deutschlands aus.[21] Doch genau diese sind es, die die Bürger hierzulande wohl am meisten interessieren.

Was also geschieht mit Deutschland, der Politik, der Wirtschaft, mit seiner Bevölkerung, mit jedem Einzelnen von uns nach einem Zusammenbruch der Gemeinschaftswährung? Unter welchen Bedingungen werden wir leben? Was bedeutet dies für unser Vermögen, unseren Privatbesitz, unsere Arbeit, unsere Kinder? Und was für Europa und unsere Nachbarstaaten?

Antworten auf diese Fragen, soweit möglich, und noch einige mehr sind Inhalt dieses Buchs. Im Gegensatz zu den meisten herkömmlichen Werken über Staatsbankrotte, Eurokrise und Vermögensrettung beleuchte ich erstmals das komplexe Szenario nach einem »Euro-Exit«, tauche tief ein in die vielschichtigen Turbulenzen, um den Wesenskern des »Crashs« herauszuarbeiten und das zukünftige »Innere« eines darauf folgenden Gesellschaftsystems zu analysieren. Dabei spinne ich einen »Ariadnefaden« aus den desillusionierenden Realitäten der Gegenwart in die der näheren Zukunft. Der griechischen Mythologie zufolge war der Ariadnefaden ein Geschenk der kretischen Prinzessin Ariadne an Theseus, einen der berühmtesten Helden der Sage, der den Minotaurus, den stierköpfigen Zeussohn, besiegte. Mit Hilfe des Ariadnefadens fand Theseus nicht nur den Weg ins Labyrinth zu dem gehörnten Göttersohn, sondern nach dessen Tod auch wieder hinaus. Genauso soll mein Buch verstanden werden: Ich möchte den Leser in das vergangene und gegenwärtige Labyrinth der Zeitgeschichte, sowie in die Zukunft – zum »Ungeheuer« des Euro-Crashs – und wieder zurückführen. Dabei werde ich nicht nur dem Vergangenen eine Resurrektion, eine geschichtliche Wiederaufstehung, einhauchen, sondern vor allem dem Zukünftigen Leben schenken nach dem Motto: Die Vergangenheit kennt keine Fantasie, wohl aber die Vorausschau. So bricht, bildlich gesprochen, in diesem Buch die Zukunft über die Gegenwart herein oder anders ausgedrückt: Die Ereignisse werfen ihren Schatten nicht voraus, sondern zurück. Die Prognosen sind freilich genereller Natur und gehen – zusammen mit den vorgezeichneten Szenarien – von dem schlechtesten, dem ungünstigsten anzunehmenden Fall (»Worst Case«) aus. Sie sind dennoch auf »Informationen gegründete Vermutungen, die in groben Zügen das nachzeichnen«[22], was ich als Autor als die wahrscheinliche Entwicklung bis 2018 und darüber hinaus ansehe. Gestützt auf vorhandene Fakten, Erkenntnisse, Pläne, Dokumente und Statistiken, Expertenwissen, Augenzeugenberichte aus der Vergangenheit sowie allgemeine Einschätzungen, Trends, Tendenzen und – wohl erstmals in diesem Zusammenhang – Fragen und exklusive Antworten an und von verschiedenen Bundesministerien und Dienststellen.

Damit zeige ich genau das auf, was die Politik, aus ihrer Sicht aus gutem Grund, bislang verschweigt, zumal in Zeiten des Wahlkampfes zur Bundestagswahl im Herbst 2013. Doch die Bürger hierzulande, durch die anhaltende Praxis der Medienpolitik noch immer versunken in romantische Vergangenheitsträume, haben das Recht auf freie Information. Gerade dann, wenn es nicht nur um öffentliches Interesse, sondern auch um ihre eigene Sicherheit und ihre Zukunft geht. Die Notfallpläne sind schon längst ausgearbeitet, liegen in den Schubladen der Ministerien, Ämter und Behörden, Banken und Industrieunternehmen. Verantwortliche aus Politik, Justiz, Militär und Wirtschaft wissen darüber Bescheid, schweigen sich zumeist aber tunlichst darüber aus. So wird es endlich Zeit, dass die Menschen die Wahrheit über die Zeit nach einem möglichen Euro-Crash erfahren. Auch wenn sie noch so unbequem erscheint. Frei verpflichtet der Geschichtsphilosophie des »Fortschritts im Bewusstsein der Freiheit« des deutschen Philosophen Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1770-1831).

Natürlich wird man schnell versuchen, dieses wahrhaftig »unbequeme« Buch in die wohlbekannte »Verschwörungsecke« zu stellen. Deshalb habe ich versucht, jede Aussage zu belegen. Und da, wo journalistische Freiheit und eigene Meinung erlaubt sind, auch genutzt. Die über 1.000 Fußnoten im Text, das ausführliche Quellen- und Literaturverzeichnis, sowie das Verzeichnis der Studien, Pressemitteilungen, Amtsblätter, Drucksachen, Vorträge, Vorlesungen und Magisterarbeiten am Ende des Buchs dienen dem interessierten Leser, Forscher oder auch Skeptiker, dieser meiner Interpretation des »Euro-Crashs« daher nicht nur als eine Art Wegweiser durch den unerschöpflich scheinenden Wust an Informationen, sondern auch als Gradmesser der Einschätzungen und Behauptungen.

Dennoch: Für einen Publizisten ist es nicht besonders populär, Weltuntergangsszenarien zu skizzieren. Und dann auch noch in Krisenzeiten. Außer vielleicht, er heißt wie der berühmteste Weltuntergangsprophet[23] aller Zeiten: Nostradamus[24] (1503-1566), der schon vor über 450 Jahren metaphorisch prophezeite: »Der hohe Kredit und der Überfluss an Gold und Silber wird die ruhmsüchtigen Menschen verblenden. Die Schuldhaftigkeit des Betruges wird jener erkennen, der seine große Schande miterleben wird. Die führenden Repräsentanten und ihre Vertreter werden Imitationen herstellen, es werden Propheten auftreten, die unsinnige Voraussagen erstellen werden. Das Füllhorn des Überflusses wird dem zum Opfer fallen, und die Ruhe wird Gewalt Platz machen«.[25]

Nostradamus hatte Recht mit seiner Einschätzung, dass Geld die Menschen verblendet. Dies liegt nicht nur in dessen eigentlichem Wert als Zahlungs- oder Tauschmittel begründet, sondern auch in seinem sakralen Ursprung. Das germanische Wort »gelt« bedeutet auch »Götteropfer«. Christina von Braun, Professorin für Kulturtheorie an der Berliner Humboldt-Universität, erklärt hierzu: »Hinter jedem Opfer steht aber letztlich ein Menschenopfer. Der Mensch als Opfer wurde symbolisch durch ein Tier und dieses wiederum durch eine Opfermünze ersetzt (…) Die Gemeinschaft konstituierte sich über ein gemeinsames Opfermahl, eine bekannte griechische Münzeinheit hieß obolós. Mit der Teilnahme und seiner Opfergabe fügte sich der Einzelne in die Gemeinschaft ein.«[26] Opfer bedeutet ökonomisch nichts anderes als »zu geben, ohne zu bekommen«, was auch der christlichen Morallehre entspricht: »Gib den anderen, ohne wiederzuverlangen.«[27] In dieser Hinsicht zahlten bereits viele Menschen in der Vergangenheit ihren »Obolus«. Auch in Zukunft wird es nicht anders sein. Nur werden sie dafür nichts mehr zurückzubekommen.

Neben Nostradamus erwies sich auch Carl Friedrich von Weizsäcker (1912-2007), Wissenschafts-Philosoph, Friedensforscher, Physiker und Bruder des ehemaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker[28], als zuverlässiger Prophet. Er sagte nicht nur den Niedergang des Sowjet-Kommunismus voraus, sondern skizzierte in seinem letzten großen Werk, seinen politischen Aufsätzen[29], schon in den 1990er Jahren[30] genau das, was nun einzutreten scheint (Auszüge) [31]:

Mit dem Bankrott des Staates werden alle Sozialsysteme zusammenbrechen. Die Rentenzahlungen zuerst. Auslöser dafür ist eine globale Wirtschaftskrise ungeheurer Dimension, entfacht von Spekulanten.
Die Löhne werden auf ein noch nie dagewesenes Minimum sinken.
Die Arbeitslosenzahlen werden weltweit ungeahnte Dimensionen erreichen.
Zirka 20 Jahre nach dem Untergang des Kommunismus[32] werden in Deutschland wieder Menschen hungern.
Die Gefahr von Bürgerkriegen steigt weltweit dramatisch.
Die ergebenen Handlanger des »Geld-Adels« sind korrupte Politiker.
Schuld an einem neuen menschenverachtenden (politischen) System ist ein »unkontrollierbarer Kapitalismus«.

Wie genau von Weizsäcker damit (unter anderem) auch die Euro-Krise und ihre Folgen beschrieb, wird noch aufzuzeigen sein.

An dieser Stelle möchte ich bekennen, dass ich mich bei dieser umfassenden Betrachtung eines Währungscrashs und seiner Folgen den 99,9 Prozent der Menschen nahe fühle, die im Gegensatz zu den 0,1 Prozent der Superreichen, am schlimmsten davon betroffen sein werden, den »Unterdrückten und Besiegten«, wie sich der Historiker Jules Michelet (1798-1874) in seiner epochalen Geschichte der Französischen Revolution einmal ausdrückte, und deshalb auch die »Masse des Volkes ins Zentrum des (historischen) Geschehens«[33] gerückt habe. Der Mainstream ist, war und wird auch in Zukunft größtenteils nur Gruppeninteressen wiedergeben. Wenn man mehr und Wesentliches in Erfahrung bringen wolle, so Michelet weiter, müsse man die einfachen Leute befragen, denn die großen Ereignisse seien ins Bewusstsein des Volkes eingeschrieben.[34]

Manchmal ist es jedoch auch angesagt Statistiker und Visionäre zu befragen. Jorgen Randers, Professor an der BI Norwegian Business School, hat für das Jahr 2052 einen aktuellen Bericht veröffentlicht (2052 – Der neue Bericht an den Club of Rome – Ein globale Prognose für die nächsten 40 Jahre, München 2012), in dem globale Prognosen von dreißig führenden Wissenschaftlern, Ökonomen und Zukunftsforschern eingeflossen sind. Dieser Bericht zeigt auf, dass die Zukunft mit gewaltigen Herausforderungen aufwartet und die Jahrhundertaufgabe sein wird, jene auch zu meistern. Viele davon sind negativ. Bewahrheitet sich also letztlich doch »Murphys Gesetz«[35], nach dem alles, was schief gehen kann, früher oder später auch schief gehen wird?

Martin Schulz, Präsident des Europäischen Parlaments, beklagte sich – gewiss in einem anderen Zusammenhang – einmal: »Wir führen immer nur die Schuldendebatte und keine Zukunftsdebatte.«[36] In diesem Sinn will sich das vorliegende Buch als ein Anlass für eine Zukunftsdebatte verstehen, was nach einem möglichen Euro-Crash kommt. Vor allem, um nicht blinden Auges in die größtmögliche Katastrophe zu schlittern.

Carl Friedrich von Weizsäcker brachte es schon vor Jahrzehnten auf einen Nenner: »Vergangene und zukünftige Ereignisse haben eine verschiedene Seinsweise: Vergangene sind faktisch, zukünftige möglich. Wirklich im engsten Sinne sind beide nicht. Beide aber sind von höch­ster Bedeutung für uns. Die Vergangenheit hat den Rahmen von Tatsachen geschaffen, in den unsere Gegenwart unausweichlich gespannt ist (…).« Und weiter: »Die Zukunft aber wird einmal Gegenwart sein. An ihr haben wir also ein vitales Interesse. Wir versuchen, sie zu ergründen, sie zu beeinflussen. Ständig nimmt unsere Phantasie Zukünftiges vorweg. Sie be­handelt Mögliches, als wäre es schon wirklich. Und in der Tat, einmal wird es wirklich sein«.[37]

Zum Schluss dieses Vorworts soll noch einmal der bereits erwähnte französische Historiker Jules Michelet zu Wort kommen: »Ich allein sprach, wenn kein anderer den Mund aufmachte mit Ausnahme der sehr verwirrenden Zeitungen (…) Ein ganzes Volk erwachte mit einem Male aus dem Nichts zum Sein, bis dahin stumm, fand es plötzlich eine Stimme«.[38] Das vorliegende Buch soll eine solche Stimme sein.

Guido Grandt im Mai 2013

[1] Fügung, Bestimmung, Schicksal

[2] Das im Jahr 3114 v. Chr. begonnen hat

[3] Vgl. »Wir Apokalyptiker« in: Philosophie Magazin 6/2012, S. 86

[4] Vgl. »In 18 Monaten ist der Euro kaputt« in: Focus Money 32/2012

[5] Vgl. »In 18 Monaten ist der Euro kaputt« in: Focus Money 32/2012, S. 28, 33

[6] Vgl. »Wie wär’s mal mit der Wahrheit?« in: Focus Money Online 25/2012 (http://www.focus.de/finanzen/money-magazin/archiv/jahrgang_2012/ausgabe_25/)/Zugriff: 21.06.12

[7] Vgl. »SF übt den Euro-Crash« in: m.sonntagonline.ch : 25.10.12

[8] Vgl. »Danke, Europa!« in: Bild v. 13.10.12

[9] Vgl. »Danke, Europa!« in: Bild v. 13.10.12

[10] Vgl. »Die Heilige Dreifaltigkeit der EU« in: Handelsblatt v. 15.10.12

[11] Vgl. »Europa: ‚Zu spät!’« in: Der Spiegel 42/2012, S. 87

[12] Vgl. »Eine ‚Botschaft der Ermutigung’ für Europa« in: Handelsblatt v. 20.11.12

[13] Vgl. »Eine Währung, zwei Szenarien« in: Handelsblatt v. 06.-08.07.12

[14] umherirrend, verirrt

[15] Zitiert nach: John Casti: »Der plötzliche Kollaps von allem – Wie extreme Ereignisse unsere Zukunft zerstören können«, München 2012, S. 364

[16] Siehe dazu Exkurs 1

[17] Vgl. »Diskussion über Europas Zukunft – Pathos reicht nicht« in: SpiegelOnline v. 22.09.12 : 24.09.12

[18] Vgl. » ‚Geostrategische Debatte’ anlässlich der Weltwirtschaftskrise« in: Neue Rheinische Zeitung v. 24.06.09 : 23.10.12

[19] Über einen möglichen Krieg in Europa aufgrund der Krise sprachen sich auch schon hochrangige Politiker aus. Siehe hierzu Kapitel 5.2.

[20] Vgl. »‚Geostrategische Debatte’ anlässlich der Weltwirtschaftskrise« in: Neue Rheinische Zeitung v. 24.06.09 : 23.10.12

[21] Auch das »außenpolitische Aggressionspotenzial Berlins« (Neue Rheinische Zeitung).

[22] So drückte sich Jorgen Randers aus, Autor des 2012 veröffentlichten aktuellen Berichts 2052 – Der neue Bericht an den Club of Rome – Eine globale Prognose für die nächsten 40 Jahre (S. 24).

[23] Nostradamus war Astrologe, Arzt und Apotheker.

[24] Eigentlich Michel de Nostredame.

[25] Vgl. dazu: Jean-Charles de Fontbrune: »Nostradamus – Historiker und Prophet«, Wien 1991, S. 280 ff.

[26] Vgl. »Eine Anhäufung von Nullen« in: Der Spiegel 26/2012, S. 130

[27] Vgl. Birger P. Priddat: »Ökonomie der Gabe im Kontext einer Ökonomie des Glaubens. Auf der Spur Ricoeurs«, S. 1, 2

[28] Richard von Weizsäcker war von 1984 bis 1994 deutscher Bundespräsident.

[29] »Der bedrohte Frieden – heute«

[30] Das Buch erschien 1994.

[31] Vgl. dazu: »Carl Friedrich von Weizsäcker heute. Ein Realist« in: readers-edition.de v. 26.01.10 : 25.10.12

[32] Der 1989 begann.

[33] Vgl. Jules Michelet: »Geschichte der Französischen Revolution 1«, Frankfurt am Main 2009, S. 16

[34] Vgl. Jules Michelet: »Geschichte der Französischen Revolution 1«, Frankfurt am Main 2009, S. 21

[35] Benannt nach dem US-amerikanischen Ingenieur Edward A. Murphy jr. »Murphys Gesetz« ist eine Lebensweisheit, die eine Aussage über das menschliche Versagen beziehungsweise über die Fehlerquellen in komplexen Systemen macht: »Alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen« (»Whatever can go wrong, will go wrong« ).

[36] Vgl. »Eine marktgerechte Demokratie gibt es nicht« in Cicero 6/2012, S. 67

[37] Vgl. dazu: »Carl Friedrich von Weizsäcker heute. Ein Realist« in: readers-edition.de v. 26.01.10 : 25.10.12

[38] Vgl. Jules Michelet: »Geschichte der Französischen Revolution 1«, Frankfurt am Main 2009, S. 40, 41, 63, 64

Quelle: 2018crash

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