Krebs die Geisel der Menschheit

Mittlerweile stirbt jeder 2. Mann und jede 3. Frau an Krebs. Es ist eine verheerende Diagnose für jeden Patienten: Krebs. Nun zeichnet der US-Onkologe Siddhartha Mukherjee in einem einzigartigen Buch die Geschichte der Krankheit.

Eine Krankheit als König zu bezeichnen, ist schon etwas ungewöhnlich. Aber wenn man das Buch liest, kommt einem manchmal tatsächlich dieser Vergleich in den Sinn – so allgegenwärtig, mächtig und unbesiegbar die Krankheit dort oft erscheint. Der Autor versucht auch nicht, ein neues Versprechen auf Heilung zu machen, wie so viele andere Anti-Krebsbücher. Sondern er lehrt einen anderen Umgang mit der Krankheit.

Zunächst zeigt er, dass Krebs alles andere ist, als eine moderne Zivilisationserkrankung. Stattdessen bezeichnet der Autor den Krebs als dunklen Menschheitsbegleiter, dem schon einst der berühmte Mediziner Hippokrates den Namen gab, weil diesem die Form eines Geschwürs an das gleichnamige Tier erinnerte. Mukjherjee beschreibt anhand von Fällen die Entwicklung der Krankheit über die Jahrhunderte, erläutert erlebte und erlittene Medizingeschichte.

Besonderes Augenmerk richtet er auf das 20. Jahrhundert, als man fortschrittsgläubig hoffte, mit immer neuen Methoden wie Radikalchirurgie, Bestrahlung oder Chemotheraphie den Krebs besiegen zu können. Doch dieser erwies sich jedes Mal als stärker. Im Gegenteil waren die Theraphien oft selbst lebensgefährlich, manchmal gar tödlich für die Patienten.

Und hier beschreibt der Autor ein Umdenken in den letzten Jahren. Denn in der letzten Zeit ist man dazu übergegangen, die Existenz der Krankheit zu akzeptieren, statt einen nicht zu gewinnenden, verlustreichen Krieg gegen sie zu führen. Und dies bedeutet, dass versucht wird, die Folgen der Krankheit mit humaneren Methoden erträglich zu machen. Die Bedeutung der Palliativmedizin wird beschrieben, welche noch vor einigen Jahrzehnten als Kapitulation vor dem Krebs verstanden wurde.

Fazit: Ein interessanter, neuer Ansatz des Autors, der helfen kann, mit einer Krankheit besser umzugehen, welche man nicht endgültig besiegen kann.

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