Deutschland schafft sich ab

Sarrazins Buch hat endlich einen Stein ins Rollen gebracht. Ein Thema von vielen, das den Deutschen unter den Nägeln brennt. Es geht mittlerweile nicht nur um den Islam und die Türken, sondern um unsere Meinungsfreiheit, das von den Politikern, die von uns unter ganz anderen Vorraussetzungen gewählt wurde, unterdrückt wird. Großmacht, nein Weltmacht Türkei? Mit dem Islam als Fundament? Welch ein Größenwahn! Das ist nur Futter für alle diejenigen, die dem Beitritt der Türkei zur EU und dem Islam schon immer-ZU RECHT- kritisch gegenüberstanden. Für mich sind diese Leute im Schnitt hitzköpfige, verbohrte religiöse Fanatiker, denen man Einhalt gebieten muss.

Die Ostseezeitung aus Rostock kommentiert die Situation so: Den Literaturnobelpreis wird Thilo Sarrazin nicht
bekommen. Und auch politisch ist das, was Berlins Ex-Finanzsenator in seinem Werk „Deutschland schafft sich ab“ zu Protokoll gab, kaum mehr als eine krude Mischung bekannter Stammtischpositionen zur
Integration. Und doch darf der Populist mit SPD-Parteibuch für sich reklamieren, eine wichtige Debatte angestoßen zu haben. Es klingt mittlerweile deutlich differenzierter, was aus den Berliner Parteizentralen zu hören ist. Offenbar hat man dort erkannt: Die Probleme mit schlecht integrierten Migranten bedrücken viele Menschen in Deutschland. Sie fühlen sich nun mit Sarrazin in die rechte Ecke gestellt. Dabei warten sie auf Antworten aus der politischen Mitte.
Originaltext: Ostsee-Zeitung

Die Frankfurter neue Presse äußert sich so: Selbst seine Kritiker gestehen Sarrazin meist zu, dass er auf einen wunden Punkt hingewiesen hat: Um die Integration vieler muslimischer Einwanderer steht es eher schlecht. Von der Zustimmung, die Sarrazin erfährt, sind die Parteien aufgeschreckt worden. Es wird genau zu beobachten sein, ob sie das Anliegen des Unglücksboten auch noch ernst nehmen, nachdem er bald
kaltgestellt worden ist.

So unterschiedlich die Volksentscheide zum Hamburger Gymnasien, zum Rauchverbot in Bayern oder der Protest gegen Stuttgart 21 und der Fall Sarrazin auch gelagert sind: Sie deuten auf eine starke
Entfremdung zwischen den Parteien und dem Volk hin.
Die Parteien
setzen sich wegen reeller oder angeblicher sachpolitischer und internationaler Zwänge immer mehr über den Bürgerwillen hinweg. Und das Volk reagiert darauf zunehmend mit Ärger und Empörung.
Originaltext: Frankfurter Neue Presse

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Herr Dimde schreibt dazu: Vor wenigen Wochen führte die Kanzlerin in Berlin vor, wie man innerhalb von 24 Stunden einen Bundestagsbeschluss, eine Bundesratszustimmung und eine Unterschrift des Bundespräsidenten durchsetzt. Nun werden wir Zeugen, wie ein Bundespräsident eine Forderung gegen einen Bürger erhebt und die zuständigen Gremien seinem Wunsch nachkommen. Das ist einmalig in der Nachkriegsdemokratie der alten Bundesländer und zeigt, dass wir auf dem besten Weg zu einer neuen Diktatur Berlins unter dem Deckmantel einer Demokratie sind.

Sehr interessant scheint Dimdes Buch „Nostradamus Jahrbuch 2011“ zu sein, das wie er selber schreibt, ihm nicht einfach war, so nah am kommenden Geschehen zu schreiben. Er meint:

Mit großem Unbehagen
habe ich an meinem Jahrbuch 2011 gearbeitet. Es ist ein Unterschied, ob man aus der Sicht des Jahres 1986 (Erstveröffentlichung) oder in zeitlicher Nähe sich mit den Texten des Nostradamus beschäftigt.  Die sich abzeichnende Verbesserung der Wirtschaftslage lässt sogar einen möglichen Boom erwarten. Schlagt in meinen alten Büchern nach, dort steht, dass auf dem Höhepunkt des Reichtums, dann, wenn es niemand für möglich hält, der große Krieg beginnen wird. Die westliche Welt hat superreiche Einzelpersonen hervor gebracht. Russland ist durch seine Gasexporte auf einem wirtschaftlichen Höhepunkt. China durch seine Exporte und seine Menschenmasse bald die Nummer 1 und schließlich die arabischen Ölstaaten, die auf Lagerhallen voll Dollar und Gold sitzen. Jetzt wäre die Sache mit den Königen in 7 Tagen dran.

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  • Marti

    Der Kommunikationswissenschaftler Hans Mathias Kepplinger sagt:
    .
    “Hinter der Sarrazin-Debatte steht folgendes: Im Kern geht es um das Selbstwertgefühl der linksliberalen Minderheit der Bevölkerung, die lange an die Idee der multikulturellen Gesellschaft geglaubt hat. Sie steht, wenn man die Probleme des Landes mit seinen Muslimen ernst nimmt, vor den Trümmern ihres Weltbildes, das sie gegen einen informierten Kritiker verteidigt.”

  • Da drängt sich fast die Frage auf, ob das Sarrazin Spektakel nicht auch noch inszeniert wurde. Obwohl kann ich mir das bei Sarrazin nicht vorstellen, dass er sich auf so etwas einlassen würde.

  • hinzundkunz

    Es ist schon atemberaubend, wie Sarrazins Buch die
    Integrationsdebatte verändert. Offenbar ist die Politik perplex über
    den Zuspruch, den Sarrazin in der Bevölkerung erfährt.

  • sarrazinfreund

    Nach dem
    jahrelang vorherrschenden Multikulti-Gesummse in Sonntagsreden und
    Talkshows fühlt sich jetzt allerdings sogar die Kanzlerin befleißigt,
    vor rechtsfreien Räumen in Stadtteilen mit hohem Ausländeranteil zu
    warnen. Dort dürfe die Polizei nicht vor der Gewalt jugendlicher
    Banden zurückweichen. Und wieder einmal muss Duisburg-Marxloh als
    Vorzeige-Problemviertel herhalten. In der Tat gibt es dort und in den
    muslimischen Gettos andernorts häufiger Massenschlägereien zwischen
    türkisch-, kurdisch- und libanesischstämmigen Jugendlichen, die die
    Polizei nicht unterbindet.

  • sennimger

    „Hier bricht etwas auf“. Der umstrittene deutsche Buchautor Thilo Sarrazin kämpft weiter um seinen Job als Bundesbankvorstand. Nachdem er für seine Abberufung gestimmt hat, entscheidet nun Bundespräsident Christian Wulff über seine berufliche Zukunft. Sarrazin warnte Wulff vor einem „Schauprozess“ und will am Montag zum Dienst erscheinen. Unterdessen bricht in Deutschland eine heftige Integrationsdebatte los. In einem „Focus“-Interview erklärte Sarrazin, er gehe davon aus, dass sich Wulff nicht ohne eine Anhörung einem Schnellverfahren anschließen werde. „Der Bundespräsident wird sich genau überlegen, ob er eine Art politischen Schauprozess vollenden will, der anschließend von den Gerichten kassiert wird.“ Wulff wies diesen Vorwurf zurück. „Das Verfahren wird selbstverständlich und ausschließlich nach Recht und Gesetz durchgeführt“, sagte sein Sprecher Olaf Glaeseker der „Bild am Sonntag“. Doch Sarrazin hat mit seinem Buch „Deutschland schafft sich ab“, in dem er die deutsche Einwanderungs- und Integrationspolitik scharf kritisiert, einen Stein ins Rollen gebracht, der sich langsam zu einer Lawine auswächst. So ist laut einer aktuellen Befragung die Mehrheit der Deutschen der Meinung, dass Sarrazin mit seinen Äußerungen über Migranten berechtigte Denkanstöße gibt. 62 Prozent der Befragten würden seinen Äußerungen sogar zustimmen.
    http://orf.at/stories/2012831/2012832/