Germanwings Flug 4U9525 stürzt über französischen Alpen ab

Zur Stunde ist die Ursache unklar. Es gibt viele Spekulationen und das aus gutem Grund. In Südfrankreich ist ein Airbus A320 mit der Flugnummer 4U9525 der Lufthansa-Tochter Germanwings abgestürzt. Er war mit 148 Menschen an Bord auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf. Laut Frankreichs Präsident Hollande sind viele Deutsche unter den Opfern. Auf den Seiten von Germanwings sind Trauerfarben eingefügt worden und es steht folgende Meldung bereit:

Wir müssen leider bestätigen, dass Flug 4U9525 auf dem Flug von Barcelona nach Düsseldorf über den französischen Alpen verunglückt ist. Es handelt sich um ein Flugzeug vom Typ A320. An Bord waren 144 Passagiere und 6 Crew-Mitglieder. Lufthansa und Germanwings haben eine Telefon-Hotline geschaltet: Unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 11 33 55 77 können sich Angehörige von Fluggästen melden und werden dort betreut. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Germanwings und der Lufthansa sind in tiefer Betroffenheit mit ihren Gedanken und Gebeten bei den Angehörigen und Freunden der Passagiere und Besatzungsmitglieder.

Fiel der Flug 4U9525 von Germanwings in den französischen Alpen einem Terroranschlag zum Opfer?

Das ist sicher noch Spekulation, aber für mich sieht es nach einem Anschlag aus. „Druckverlust in der Kabine“ und schneller Sinkflug sprechen für eine Explosion an Bord. Das könnte ein gezielter Terrorakt sein, vermutlich durch IS oder andere Islamisten. Dann wäre das ein dickes Ding und der Start des Islmaistischen Terrors. Das schreibe ich als langjähriger Airliner und Sicherheitsmanager.

Kommentar von Hartgeld.com: Aus anderen Gründen riecht das auch für mich nach Terror: in verschiedenen Medien wird geschrieben, dass es einen Notruf der Piloten gab, der Inhalt wird aber geheimgehalten. Und die Kommunikation an die Öffentlichkeit läuft über den französischen Präsidenten.WE.

Weiter ist von Fachleuten auf Hartgeld.com zu lesen: Erst vermutete ich einen Unfall durch technische Probleme. Auch wollte ich nicht gleich wieder die Terrorkarte zücken, denn das war noch zu früh. Der Kommentar von 13:20 stellt die Sache schon etwas anders dar und so beginnen erst einmal die Spekulationen über die Ursache. Entweder kommt jetzt bald ein Bekennerschreiben der IS oder die Auswertung der Blackbox von 4U9525 gibt Gewissheit ob es ein Terroranschlag war oder nicht, will man das verhindern muss man die Daten geheim halten, das nähert allerdings die Terrortheorie. Warten wir ab, was noch raus kommt, bis dahin bleibt es wohl „nur“ ein Unfall.

  • Leser-Kommentar-DE zur möglichen Ursache:

    Probleme entstehen in der Luftfahrt so gut wie immer bei Start oder Landung, beim Cruise auf 38.000f ist es SEHR unwahrscheinlich. Egal: Was hat uns der Fluglehrer als erstes beigebracht: In Notsituationen gilt Aviate, Navigate, Communicate.
    Also ist es nicht ungewöhnlich, dass der Funkspruch etwas später abgesetzt wird, denn zunächst hält man die Maschine unter Kontrolle (Aviate), dann sucht man einen Notlandplatz (Navigate to best place to land), dann kommuniziert man.
    Aber: Keine 7 Minuten lang nix sagen, das würde niemand machen, der Button ist 2cm vom Daumen entfernt am flightstick und man drückt dort pro Flug zig mal drauf, um mit den Lotsen oder Ground Control zu sprechen. Das ist komplett in der DNA des Piloten drin. btw: es sind 2, die die Aufgaben sharen können, einer ist der pilot flying und fliegt das Ding, der andere kann navigieren und kommunizieren, er liest sofort die Emergency checklist vor.

    Marseille Airport liegt bei Kursänderung nach Westen nur Minuten entfernt, der Strip ist sogar gerade anfliegbar. Dabei ist man sogar noch zu hoch, wenn man mit 3000f/min im decline ist, müsste also über Marseille sogar noch 1-2 Runden fliegen oder ein paar slips machen, um Höhe zu verlieren. Zudem kann man zig konfigs stellen, um Höhe zu verlieren (flaps, gears etc).

    Eins macht man sicher nicht: Bei starkem Sinkflug kerzengeradeaus minutenlang auf die Alpen zufliegen. Über die Alpen muss man mit min.14.000f. Das ist zunächst mal Harakiri. Was bleibt an Scheisse, die passieren kann?

    1. Spontaner Druckverlust (Fenster weg, Tür weg oder irgendwas an der Druckkabine). Die Jungs waren auf 38.000f, das ist hoch, ab 40.000f muss min. ein Pilot standardmässig die Druckmaske anziehen.
    Die Piloten bekommen starke Schmerzen durch den Druckverlust, kann sehr schnell zur Ohnmacht führen, deshalb sofort runter mit dem Vogel von 38.000. Soweit prima. Die Büchse fliegt aber weiter, auch wenn ein Fenster raus ist, verlieren die Turbinen nicht den Schub (sieht man auch an konstanter KIAS). Der Flieger bleibt manoeuvrierfähig.
    Da setzt man aber recht schnell das Notsignal ab und Marseille macht den Airspace frei und man bekommt Emergency Prio landing. Da ist NIEMAND mehr im Weg. Hätte Ohnmacht eingesetzt = kein Funkspruch mehr Minuten später. Scheidet eigentlich aus. Wenn, dann Masken an und dann erst den Sinkflug einleiten, bringt ja nix, beim Einleiten das Bewusstsein zu verlieren. Deshalb auch „erst selber Maske an, dann anderen helfen“, bringt nix, wenn man ohnmächtig wird. Ohne Maske mit Ohnmacht = Konfig steht und Vogel fliegt schön weiter auf 38.000f.

    2. Engine failure. Dass beide ausfallen ist extrem unwahrscheinlich. Mit einem Engine fliegt die Maschine „normal“ weiter. Der A320 kann sogar noch steigen mit einer Turbine. Ok, beide fallen aus oder einer fällt aus und die falsche Turbine wird „gelöscht“, dann sind beide weg (Pilotenfehler): Das macht die Maschine noch nicht manoeuvrierunfähig. Also: Best glide speed. Dann sinkt die nicht 3000f/m sondern ca. 1000f/m. Aber selbst wenn kein best glide speed eingestellt ist, gilt das aus Punkt 1. Emergency absetzten und runter nach Marseille. Weitere Möglichkeit: Die Piloten versuchen bei beidseitigem Ausfall der Turbinen eine wieder zu starten, die muss aber erstmal ne Zeit kühlen. Also „Best glide speed“ und kein starker Sinkflug, um Zeit zu gewinnen, direkt ab nach Marseilles und die Procedure aufm Weg dahin machen, denn nach DUS fliege ich bestimmt nicht mehr nach Engine failure, schon gar nicht beidseitiger.

    3. Manoeuvrierunfähig: Dazu müssten alle doppelt gesicherten Systeme gleichzeitig ausfallen. Extremst unwahrscheinlich. Egal: Warum verliert die Maschine dann so massiv an Höhe, wenn sie gerade auf 38.000f im Autopilot Cruise ist ? Die Konfig des Fliegers steht und zack, alles weg = Der Flieger fliegt erstmal in der letzten Konfig weiter = Cruise auf 38.000f.

    4. Massive Einwirkung im Heck/Explosion: Könnte Manouevrierfähigkeit schrotten, aber dann leite ich keinen Sinkflug ein Richtung Alpen sondern fliege drüber und gehe dann runter und versuche eine Notlandung. Oder: Noch grössere Explosion, die mir das ganze Heck schrottet, dann gehts abwärts, aber nicht so gleichmässig wie in diesem Fall. Das sieht nach „kontrolliertem“ Sinkflug aus.

    Bitte um comments von Piloten….. Das alles kommt mir unglaublich „spanisch vor“. Dann 2min nach Meldung Hollande am Start, dann Merkel alle Termine abgesagt usw.
    Mein Mitgefühl geht an die Angehörigen der Opfer.

  • Weitere wichtige Lesermeldungen: Der Spezialist hat im Radio (Europe1 13:45-14:00) ausgeschlossen, dass der Sinkflug mit dem Kabinendruck (Explosion) zu tun hätte – dann wäre der Sinkflug notfallmässig viel schneller gewesen 2-3 Minuten statt wie geschehen 7-8 Minuten. Ausserdem war der Sinkflug extrem gleichmässig also gewollt pilotiert. Diese Aussagen sind bereits bestätigt, da die Flugsicherung die entsprechenden Höhendaten bereits bekannt gegeben hat – man weiss also für jede Sekunde innerhalb der 7-8 Minuten in welcher Höhe das Flugzeug war. Die Motoren sollen nach Zeugenaussagen ja auch noch gelaufen sein. Das lässt fast nur Absicht zu – Selbstmordabsturz nach Entführung ??

  • Augenzeugen aus dem Dorf beschreiben die Situation: Leser-Augenzeugenbericht-FR:

    Hier ein Augenzeugenbricht übersetzt. „Ich hörte einen lauten Knall Overhead, wie der Klang einer Lawine ‚Augenzeugenbericht von einem Bewohner in der Ortschaft Le Vernet, in der Nähe der Absturzstelle.
    „Heute morgen hörte ich einen riesigen Knall und dann sah ich mehrere Kampfflugzeuge fliegen über das Dorf“, sagte der Resident Zeitung Le Parisien. „Die erste Geräusch, das ich hörte, war wie eine Lawine oder wie der Klang des Dynamits, dass sie die Luft zu sprengen, um eine Lawine auslösen.“

    „Dann gegen Mittag Ich schaute aus dem Fenster und ich eine Rauchsäule in die Luft sah. Von der Mitte des Dorfes zur Absturzstelle muss etwa 3 km ist. Aber wir sind in den Bergen und es gibt viel Schnee. „Im Moment gibt es Hubschrauber fliegen über Overhead.“

  • In den Pro 7 Nachrichten wurde grad ein Interview mit Peter Gatz ( Flugexperte ) gezeigt. Aussage von Ihm :“ Ein Anschlag ist zum gegebenen Zeitpunkt nicht auszuschließen“. Es gab laut den Nachrichten keinen, ich wiederhole keinen Notruf seitens der Piloten.

  • Der Artikel über den Absturz des Germanwings Airbus wurde bereits, laut Google, vor zwei Tagen von http://www.welt.de veröffentlicht. Hier ein Video diesbezüglich:
    Bei der Eingabe der selbigen Stichwörter lassen sich dieser Artikel mit dieser Datumsangabe ebenfalls finden. Nun bleibt noch die Frage, warum denn die drei großen der Deutschen Regierung es so eilig haben, alle ihre Termine abzusagen?

  • Die WELT hatte da bereits Kenntnis, über ein solches Vorkommnis…. 2 Tage zuvor, erinnert an den Zusammenbruch des WT 7 als der BBC berichtete … etc..
    Mögen die Bedenkenträger weiterhin ihre Bedenken tragen, ich hingegen bin verbunden mit dem Allgeist (Intuition) und ich weiss was ich weiss.

    “ Der Körper stirbt, aber der Geist, der ihn übersteigt, kann vom Tod nicht berührt werden. Das bedeutet, ich bin unsterblicher Geist.“

    Ja das mag ein Trost sein, aber die Jenigen die da aus dem Leben unvorbereitet gerissen wurden und werden, denen hilft das zunächst mal gar nichts, weil sie nichts davon wussten. Und den Hinterbliebenen bleibt eben auch das unendlich grosse Verlustloch, emotional…
    Mann, Mann esos …
    .

  • meine Antwort, ganz schön bekoppt! Der Artikel geht immer über google und nimmt sich immer das Datum vom Ticker.

  • Leser-Experten-Zuschrift-AT eines A320-Piloten:

    Bezüglich Germanwings sind einige Leserzuschriften von vermeintlichen Experten, welche ich als A320-Pilot nicht teilen kann.
    So gibt es zB keinen A320 der 400kt KIAS (=angezeigte Geschwindigkeit) fliegt, 400kt KIAS sind unmöglich, da handelt es sich wohl um die TAS (true airspeed – wahre Geschwindigkeit gegenüber Luft), ich erspare euch die genaue Erklärung.
    Korrektes Verfahren bei Druckverlust ergibt anfänglich eine Sinkrate von mind. ca. 5000ft/min. Die Höhe auf welche gesunken wird, wird als erstes eingestellt (10000ft, oder terrainabhängig höher), wird man dann bewustlos, geht der Autopilot in den Horizontalflug über und fliegt gegen keinen Berg, irgendwann wird dann hoffentlich wieder einer von den zweien wach, und übernimmt wieder – und lieber WE, in so einem Notfall wird um nichts gefragt, ganz nach dem Motto: 1. Flugzeug fliegen, 2. Navigieren (Berge!), 3. Kommunizieren!
    Sinkrate u. Geschwindigkeit würde eher für einen doppelten Triebwerksausfall passen (auch nur anfänglich in gr. Höhe): Geschwindigkeit, Kurs, Sinkrate würde dann kaum so konstant sein, sehr bald würde zu einem Airport geflogen werden.
    Für den Ausfall eines Triebwerkes, oder sonstigem gewolltem Sinkflug ist die Sinkrate zu hoch.

    Das minutenlange „geradeaus auf den Berg zu- und schlußendlich hineinfliegen“ schließt ein (auch komplizierteres) technisches Fehlverhalten welches Piloten in den Griff bringen wollen aus. Es bleiben für mich folgende Möglichkeiten:
    – Piloten nicht handlungsfähig, oder
    – Flugzeug völlig unsteuerbar (unwahrscheinlich, alleine wegen des exakt geflogenem Kurses; ist ihn der Autopilot geflogen, hätte man ihn ausschalten können, auch wenn der Flieger vertikal völlig spinnt; bei der Heck-schwer-beschädigt-Theorie kann auch der Autopilot keinen Kurs halten und mit etwas asymmetrischem Schub könnte man zumindes Richtung Meer drehen)

    PS: „Kampfjets sind zu spät gekommen“, die können genau nichts machen, außer abschießen falls eine Stadt bedroht wird.

  • Neueste Erkenntnisse: Nach AFP-Informationen unter Berufung auf eine anonyme Quelle, die an den Untersuchungen zur Absturzursache beteiligt sei, höre man zu Beginn des Fluges eine normale Unterhaltung auf dem Sprachrekorder. „Dann hört man das Geräusch, wie ein Sitz zurückgeschoben wird, eine Tür, die sich öffnet und wieder schließt, Geräusche, die darauf hindeuten, dass jemand gegen die Tür klopft. Und von diesem Moment an bis zum Crash gibt es keine Unterhaltung mehr“, sagt der Ermittler. Zuvor hätten sich die beiden Piloten auf Deutsch unterhalten.

    Eine andere Quelle berichtete laut AFP, dass der Copilot „vor kurzem“ in das Unternehmen eingetreten sei. Er sei Ende 2013 zu Germanwings gekommen „mit einigen hundert Flugstunden“, wurde der Ermittler zitiert. „Sicher aber ist, dass zum Ende des Fluges der andere Pilot alleine ist und nicht die Tür öffnet.“ Ein Lufthansa-Sprecher sagte, seit den Anschlägen vom 11. September 2001 in den USA seien Cockpit-Türen nicht mehr von außen zu öffnen. Dies entspreche den Vorschriften.

    http://www.nytimes.com/2015/03/26/world/europe/germanwings-airbus-crash.html?hp=&action=click&pgtype=Homepage&module=photo-spot-region&region=top-news&WT.nav=top-news&_r=0