USA und Europa spielen mit dem Feuer

Die Sanktionen gegen den Iran beginnen. Das Pulver an dem Brennpunkt, die Strasse von Hormus. Im arabischen Meer ist der grösste Flottenaufmarsch, den es je gegeben hat. 55 Km breit ist die Stelle, die zum Krieg führt. Guthaben und Konten der iranischen Zentralbank in Europa sollen künftig eingefroren werden, um etwa die Bezahlung von Öl zu unterbinden. Der Iran gibt sich unbeeindruckt von der Sanktionsdrohung, iranische Politiker forderten die harte Antwort ihrer Regierung.

Ali Fallahian, Mitglied des einflussreichen Expertenrates, fordert einen sofortigen Stopp der Öllieferungen nach Europa. Da die Europäer nicht schnell genug zu anderen Lieferanten wechseln könnten, wäre ein Preisschock die Folge, sagte der ehemalige Geheimdienstminister. Der Vizevorsitzende des Parlamentsausschusses für Außenpolitik und nationale Sicherheit, Mohammed Kossari, drohte, der Iran werde bei einer Behinderung der Ölexporte die Straße von Hormus blockieren.

  • Lausitzer Rundschau Cottbus (ots) – Öl-Embargos sind in der internationalen Politik so beliebt wie Strickpullis von Tante Helga: Eigentlich will sie keiner, aber wenn es gar nicht mehr anders geht, kramt man sie doch hervor. Dass sie ein zweischneidiges Schwert sind, sieht man schon allein daran, wie sich einzelne Länder wanden, als es um die Zustimmung zum Embargo ging. Italien, Spanien – bis zuletzt Griechenland: Die richtige Begeisterung für diese Maßnahme wollte nicht aufkommen. Zu groß waren die Befürchtungen, der eigenen Wirtschaft damit mehr zu schaden als dem Iran. Befürchtungen, die nicht aus der Luft gegriffen sind. Nach der Verkündung des Embargos kletterten die Ölpreise stellenweise auf über 110 Dollar. So wird Weltpolitik mit einem Schlag greifbar wie sonst selten: Benzin- und Heizölpreise steigen, die Produktion vieler Unternehmen wird teurer. Jeder Bürger, ob er sich nun für Politik interessiert oder nicht, merkt am eigenen Geldbeutel, dass der Westen mit dem Iran im Clinch liegt. Die Frage „Und wofür das Ganze?“ wird dabei von der Politik zur Glaubensfrage stilisiert: Höhere Benzinpreise oder religiöse Eiferer mit Atomwaffen? Stellt man die Frage so, ist die Antwort leicht. So einfach ist es aber nicht. Mehr als sieben Jahre versuchen USA und die EU nun schon, den Iran bei der Atomfrage zum Einlenken zu bewegen. Bisher hat das den Iran eher beflügelt. Angenommen, es wäre möglich, dass sich der Iran durch das Öl-Embargo an den Verhandlungstisch locken lässt: Löst das tatsächlich ein Problem? Teheran hat im Moment kein Interesse daran, etwas zu verhandeln. Das Atomprogramm aufzugeben, das Irans Selbstbewusstsein stärkt – dafür ist die Führung in Teheran noch nicht bereit. Die Verhandlungen sind an einem klassischen toten Punkt.

    Je heftiger der Westen fordert, dass Iran sein Atomprogramm aufgibt, desto mehr wird es für die Regierung in Teheran eine Frage der politischen Glaubwürdigkeit, daran festzuhalten. Ein Ausweg wäre allenfalls, die Entweder-Oder-Situation nicht zu stark zuzuspitzen.

    Die Sicherheit in der Region, Wirtschaftsbeziehungen mit dem Westen und die positiven Auswirkungen von Erleichterungen im seit Jahren andauernden Wirtschaftsembargo – all das sind wichtige Punkte in Verhandlungen mit Teheran. Will man den Konflikt friedlich lösen, gibt es nur die Möglichkeit, Verhandlungen zu führen, die auch dem Iran einen Gewinn bringen können. Schließt man diese Option aus, läuft alles auf eine Eskalation hinaus, den Iran nämlich zu zwingen, sich dem Willen des Westens zu fügen.

    Originaltext: Lausitzer Rundschau

  • yvonne

    Auto stehen lassen – und Fahrgemeinschaften bilden! Wäre die beste Option, gegen diese Entscheidung !

    Damit hätten sie sich dann ins eigene Fleisch geschnitten aber leider wird lieber gejammert über die hohen Spritpreise,

  • yvonne

    Und das gesamte Szenario, das sich seit Anbeginn jeden Krieges immer wieder abspielt hat nur einen einzigen Grund! Nämlich die Länder/Staaten den westlichen Willen auf zu zwingen, wobei es eigentlich heißen müsste, den Willen der Obligarchen, denn wir, die Völker wurden ja nie gefragt.
    Und das sollten wir mal abstellen! Denn Obligarche oder die Eliten, sind keine handvoll Leute im Gegensatz zu den Völkern. Deshalb wollen sie uns auch dezimieren, wir sind (noch) zu viele für sie. Wir sollten diese Chance nützen solange wie wir noch die Mehrheit bilden!

  • yvonne

    Irans angebliche Atomwaffenpläne kalter Kaffee!

    Rassenbombe: Die schrecklichste Waffe der Neuzeit

    Droht der Menschheit 2012 die Totalvernichtung?

  • nordkrieger

    Der Tip mit Fahrgemeinschaften wird bei mir und meinen Kollegen schon seit 14 Jahren umgesetzt , ohne ging es gar nicht . Oft genug muss jeder von uns immer wieder auch alleine fahren , da er in einem kleineren oder anderen Ensemble proben oder auftreten muss wo nicht jeder aus der Fahrgemeinschaft dabei ist . Ausserdem ist der Umzug näher dran an den Dienstort keine Alternative da es seit Jahren Verlegungspläne gibt . Wohin weiss keiner wirklich .

    Gruss

  • yvonne

    ….vielleicht auf die neue Mondbasis,die wollen dort bestimmt nicht auf einen „besonderen Musikgenuss“ verzichten 😉

    lg

  • nordkrieger

    Aber liebe yvonne,
    mit „gesiebter “ luft musizieren , das muss wohl erstmal an einer Musikhochschule als Studienfach eigerichtet werden…
    LG

    PS: vor kurzem war noch eine Essener Addresse im Gespräch , dann wieder nicht , kann auch sein , dass wir ( Die Musis!! -, dort oben wo wir jetzt noch sind , irgendwann dass Licht ganz ausmachen müssen…:-))