Der Fall Barschel wird neu aufgerollt

Vor über 23 Jahren wurde Uwe Barschel getötet. Wie bei Kerstin Heisig und Möllemann wurde behauptet, dass es sich um Selbstmord handle. Es gibt aber immer welche, die nach der Wahrheit suchen und unbequem sind. Jetzt erst klären Pharmaka-Analysen auf und stützen die Theorie, der Mossad habe Uwe Barschel beseitigt. Der 1949 in Kanada geborene und in Israel aufgewachsene Victor Ostrovsky war mit 18 Jahren der jüngste Offizier der israelischen Armee. Anfang der achtziger Jahre warb er in der Mossad an.Nach vier Jahren Geheimdiensttätigkeit wurde er unter ominösen Umstanden entlassen. Heute lebt er wieder in Kanada. 1990 veröffentlichte er das Buch »Der Mossad«, gegen das der Staat Israel per einstweiliger Verfügung einzuschreiten versuchte und das in der Folge zu einem internationalen Bestseller avancierte. »Geheimakte Mossad« (als pdf. ebook zu lesene) beleuchtet quasi als Fortsetzung weitere dunkle Kapitel aus der jüngsten Geschichte des israelischen Geheimdienstes und deckt einige, zuvor nur angedeutete tiefere Querverbindungen auf. Die Taschenbuchausgabe aus 1996 ist mittlerweile bei Anbietern nicht unter 80 Euro zu haben.

Ein CDU-Politiker fordert nun neue Untersuchungen, schreibt die Welt und weiter, neue Nahrung erhält die Mordtheorie nun durch ein aktuelles Gutachten des renommierten Schweizer Toxikologen Professor Hans Brandenberger, das die „Welt am Sonntag“ veröffentlichte. Darin verdächtigt der Wissenschaftler den israelischen Geheimdienst Mossad, Barschel ermordet zu haben. Die chemischen Analysedaten stimmten bis in Details mit einer Version der Tötung Barschels überein, wie sie der Autor Victor Ostrovsky in seinem Buch „Geheimakte Mossad“ schildert. Brandenberger gilt als einer der wichtigsten Gutachter in dem Fall. Welt.de 

Der Chemieprofessor und Forensiker Hans Brandenberger ist heute 89 Jahre alt und will diese Fakten nicht mit ins Grab nehmen. Er sticht in ein Wespennest. Die chemische Untersuchung von Körperflüssigkeiten und Organen von Vergifteten kann erstaunliche Informationen liefern. Die für die Vergiftung verantwortlichen Stoffe lassen sich nachweisen und quantifizieren. Der Vergleich ihrer Gehalte in Magen, Blut und Urin sowie die Miterfassung der möglichen Um- und Abbauprodukte im Körper (Metabolite) gestattet Rückschlüsse auf den zeitlichen Ablauf des Geschehens. Nicht selten geben die Analysedaten auch Auskünfte über die Hintergründe der Vergiftung, zum Beispiel über die Frage, ob von Unfall, Selbstmord oder Mord ausgegangen werden kann, es finden sich sogar Indizien über die Täterschaft.

von Wolfram Baentsch

Im Zuge eines äußerst schmutzigen Wahlkampfes soll der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Uwe Barschel gegen Björn Engholm eine Diffamierungskampagne in Auftrag gegeben haben. Deshalb musste Barschel seinen Rücktritt erklären und stand fortan allein auf verlorenem Posten. Am Ende blieb ihm nur der Tod durch Selbstmord. Doch diese offizielle Version ist nun ins Wanken geraten. Durch diese explosiven Recherchen bekommen die Ereignisse ein ganz anderes Gesicht. Was haben Ermittler, Geheimagenten, Medienvertreter und Politiker uns bis heute verschwiegen? Es ist vom israelischen Geheimdienst Mossad die Rede und von Waffenlieferungen etc.

 

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  • buch leser

    Uwe Barschel war ein Verfassungsorgan und wurde vermutlich ermordet. Warum unternehmen unsere Justizbehörden nichts und stellen neue Ermittlungen an. Wissen die etwas Bescheid und schweigen oder ist ihnen das total gleichgültig. Wenn sogar der frühe Chefermittler im Fall Barschel, Heinrich Wille, den Verdacht hat, dass Barschel von professionellen Killern umgebracht wurde frage ich mich doch, warum schweigt unsere Regierung?

  • Weil die wohl mitten drin steckt

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  • Ein Mord, der keiner sein durfte. Früherer Barschel-Ermittler darf sein Buch veröffentlichen. Das Buch trägt den Titel „Ein Mord, der keiner sein durfte. Der Fall Uwe Barschel und die Grenzen des Rechtsstaates“. Der frühere Lübecker Chefankläger Heinrich Wille kann nach jahrelangem Streit nun doch ein Buch über seine Einblicke in den Fall Barschel veröffentlichen. Das sagte der frühere Leiter der Staatsanwalt Lübeck der in Berlin erscheinenden Tageszeitung „Die Welt“ (Mittwochausgabe). Demnach wird das Buch den Titel „Ein Mord, der keiner sein durfte. Der Fall Uwe Barschel und die Grenzen des Rechtsstaates“ tragen und im September im Schweizer Rotpunktverlag erscheinen. Wille hat seinen Text bereits 2007 geschrieben. Bisher ist ihm aber vom eneralstaatsanwalt in Schleswig verboten gewesen, seine dienstlichen Erkenntnisse in Buchform privat zu vermarkten. Jetzt, da Wille im Ruhestand ist, sind die juristischen Bedenken gegen die Veröffentlichung vom Tisch. „Es ist bedauerlich, dass es erst meiner Pensionierung bedurfte, um die Meinungsfreiheit zur Geltung zu bringen“, sagte Wille der „Welt“. Nach Angaben des Rotpunktverlags wird das Buch enthüllen, wie Politiker und Justizbehörden die Arbeit der Lübecker Ermittler behindert und Beweismittel zurückgehalten haben.#
    http://www.mmnews.de/index.php/etc/7923-barschel-ein-mord-der-keiner-sein-durfte