Stimmen zum Rücktritt Guttenbergs

Gregor Gysi sagt: Trotz Rücktritt verheerende Folgen für Wissenschaftsstandort Deutschland 01.03.2011 – 12:56 Uhr, DIE LINKE Berlin (ots) – Zum Rücktritt von Verteidigungsminister zu Guttenberg erklärt der Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, Gregor Gysi: „Der Rücktritt von Karl Theodor zu Guttenberg als Bundesminister für Verteidigung ist die logische Konsequenz eines vorsätzlichen Fehlverhaltens bei der Erarbeitung und der Abgabe seiner Dissertation. Immer, wenn man im Leben die Konsequenzen aus eigenen Fehlern zieht, kommt man ein bisschen zur Besinnung, denkt über sich und andere anders nach und kann danach auch wieder neu starten.Trotzdem sind die Folgen des langen Versuchs von ihm, aber auch von Bundeskanzlerin Merkel, das Ganze herunter zu spielen und keine Konsequenzen zu ziehen, verheerend für das Ansehen der Politik der Bundesregierung und für den Wissenschafts- und Forschungsstandort Deutschland.

Der Grundsatz der Gleichheit vor dem Gesetz ist schwerwiegend verletzt worden, indem man in unseliger Übereinstimmung mit der Bild-Zeitung meinte, dass für eine herausgehobene Persönlichkeit gänzlich andere Regeln gelten müssten als für die Allgemeinheit.“ Originaltext: DIE LINKE

Politikforscher Korte: Guttenberg-Rücktritt ist richtig, kommt aber zu spät 01.03.2011 – 12:51 Uhr Der Politikforscher Professor Rudolf Korte von der Universität Duisburg-Essen hält den Rücktritt von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg für „richtig, wenn er auch zu spät kommt“. „Unabhängig von der Frage, ob er als Verteidigungsminister gut ist oder nicht: Er hat bereits großen Flurschaden angerichtet. Es geht um Schwindel. Somit wird er seinem eigenen Anspruch ,Verantwortung verpflichtet‘ – so wie er auf seiner Homepage zu lesen ist – in keinster Weise gerecht.“ Originaltext: Westdeutsche Allgemeine Zeitung

Zum Rücktritt des Bundesministers der Verteidigung, Karl-Theodor Frhr. zu Guttenberg, erklärt der verteidigungspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Ernst-Reinhard Beck:

„Der Rücktritt des Bundesministers der Verteidigung verlangt
unseren tiefen Respekt. Karl-Theodor zu Guttenberg hat klargestellt,
dass es ihm vor allem darauf ankommt, Schaden von der Bundeswehr
abzuwehren. Das ehrt ihn in besonderer Weise. Die von ihm
angestoßene, umfassende Reform der Bundeswehr verlangt einen
Minister, der seine volle politische Kraft und Autorität einbringen
kann. Dazu sah er sich nicht mehr in der Lage. Wir danken
Karl-Theodor zu Guttenberg für die Zusammenarbeit in den vergangenen
15 Monaten. Für seinen Nachfolger wird es nun darauf ankommen, die
anstehenden Entscheidungen zur Reform der Bundeswehr voranzutreiben
und das Momentum zu nutzen, um die dringend notwendigen Schritte
zügig umzusetzen. Dies wird schwierig genug sein. Die Arbeitsgruppe
Verteidigung der Fraktion wird dem zukünftigen Bundesminister der
Verteidigung dabei mit Rat und Tat zur Seite stehen.“

Originaltext: CDU/CSU – Bundestagsfraktion

Anlässlich des Rücktritts von
Verteidigungsminister Karl Theodor zu Guttenberg erklärte der
evangelische Militärbischof Martin Dutzmann:

   „Die Evangelische Militärseelsorge respektiert diese Entscheidung,
mit der der Minister die Verantwortung für ein persönliches, früheres
Fehlverhalten übernimmt. Wir sind dankbar für die vertrauensvolle
Zusammenarbeit in den vergangenen 16 Monaten und für das Verständnis,
das der Minister den seelsorgerlichen Anliegen der Kirche unter den
Soldaten entgegengebracht hat. Ich persönlich erinnere mich gern an
die beeindruckenden persönlichen Begegnungen und offenen, herzlichen
Gespräche mit Herrn zu Guttenberg.

   Der Rücktritt erfolgt mitten in einer Reform der Bundeswehr, die
der Minister wesentlich angestoßen hat. Sie ist lange noch nicht
abgeschlossen und bedarf in vielen Details noch entscheidender
Weichenstellungen. Daran werden seine Nachfolgerin oder sein
Nachfolger und alle für die Bundeswehr Verantwortlichen intensiv
weiter arbeiten müssen. Dafür und für den weiteren Weg von
Karl-Theodor zu Guttenberg erbitte ich Gottes Segen.“

Hermann
Gröhe:

   Die Entscheidung von Karl-Theodor zu Guttenberg nehmen wir mit
Bedauern, aber großem Respekt zur Kenntnis. Ich fordere die
Opposition, die in den vergangenen Tagen die Grenzen der politischen
Auseinandersetzung immer wieder deutlich überschritten hat, auf, den
konsequenten Schritt Karl-Theodor zu Guttenbergs anzuerkennen und
endlich zur notwendigen Sachlichkeit zurückzukehren.

   Es ist zu Guttenberg hoch anzurechen, dass er mit diesem Schritt
die Bundeswehr in dieser schwierigen Phase des Umbaus vor belastenden
Diskussionen bewahrt. Gerade heute ist daran zu erinnern, dass er es
war, der den Anstoß zu einer umfangreichen und wichtigen Reform der
Streitkräfte gegeben hat.

   Auch in seiner Funktion als Wirtschaftsminister hat Karl-Theodor
zu Guttenberg einen wichtigen Beitrag zur Überwindung der
internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise geleistet. Sein
leidenschaftliches Engagement bei der Ausübung seiner politischen
Ämter hat ihm zu Recht große Beliebtheit und ein hohes Ansehen in der
Bevölkerung verschafft.

  • Politikberater Spreng:
    Der Politikberater Michael Spreng hält
    Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach dem Rücktritt von
    Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) für
    beschädigt. „Frau Merkel ist die eigentliche Verliererin“, sagte
    Spreng dem Tagesspiegel (Mittwochausgabe). „Sie hätte zu Guttenberg
    sofort klar machen müssen, dass seine Verfehlung so massiv war, dass
    er das auf Dauer nicht durchstehen kann.“ Mit ihrer Erklärung, sie
    habe einen Verteidigungsminister berufen und keinen
    „wissenschaftlichen Assistenten“, habe die CDU-Vorsitzende all die
    Werte verhöhnt, für die die Partei eintrete. „Das musste zu massivem
    Unmut gerade bei den Wertkonservativen in der Union führen.“ Spreng
    sieht die Gefahr, dass das lange Festhalten an Guttenberg zur
    Demobilisierung der CDU-Wähler bei den anstehenden Landtagswahlen
    führen werde. „Die Guttenberg-Fans werden an einer Dolchstoßlegende
    stricken, die Wertkonservativen könnten sich enttäuscht abwenden“,
    sagte Spreng, der im Bundestagswahlkampf 2002 Wahlkampfmanager des
    damaligen Kanzlerkandidaten Edmund Stoiber (CSU) war.

    Originaltext: Der Tagesspiegel

  • Loren Lipner

    Mal gucken ob die BILD Zeitung Ihre Meinung gegenüber Karl-Theodor zu Guttenberg noch ändern wird und auch in die Jagd der gesamten Medien mit einsteigt. Ich glaube nicht das das das Ende seiner politischen Karriere ist und wir Ihn doch noch als Merkels Nachfolger demnächst begrüßen dürfen. Egal, und der liebe Herr Professor Lepsius der Herrn Guttenberg in aller Öffentlichkeit als Lügner brandmarkt, währe mal wissenwert welcher Partei er angehört, der SPD,den Grünen oder den Linken? Ich denke zwar auch das Karl-Theodor zu Guttenberg sich genauso viel Wissen im Vergleich zu seinem Doktortitel auf solchen Webseiten wie hauslehrer.de aneignen hätte können – aber was wichtig ist ist ja nicht die Theorie sondern die Praxis. Und dort ist er mit seiner Ausstrahlung und erstaunlichem Verstand eben sehr gut gewesen.

  • yvonne

    Endlich hat das Thema „Guttenberg“ mal ein Ende ! Die neuste Meldung wird ihn in der Versenkung verschwinden lassen,mal für ne ganze Weile. Wie die „Times“ meldet: Liter Benzin für über 2 Euro ?…Da wird Guttenberg mal von der Bildfläche verschwinden.

  • yvonne

    Hat der Lügenbaron nicht mit ach & krach Jura studiert und müsste wissen was Betrug ist..?!?
    Sagt man nicht auch: ..“viel Feind viel Ehr“ ?!?
    Doch stelle ich fest,um so höher der Wahrheitsgehalt, zu
    deutsch „die Fakten“, um so mehr Ratten kriechen aus ihren Löchern und beißen wild und ziemlich
    dummdreist um sich, das sollte jeden klugen Menschen doch sehr bedenklich stimmen…

  • Dave Rodabaugh

    Mal gucken ob die BILD Zeitung Ihre Meinung gegenüber Guttenberg noch ändern wird und auch in die Hetzjagd der gesamten Medien mit einsteigt. Ich hoffe nicht das das das Ende seiner politischen Karriere ist und wir Ihn doch noch als Merkels Nachfolger demnächst willkommen heißen dürfen. Naja, und der liebe Herr Professor Lepsius der Herrn Guttenberg vor allen Leuten als Lügner brandmarkt, währe mal interessant welcher Partei er angehört, den Grünen, den Linken, der SPD? Ich bestelle mir jetzt umbedingt 30 Karl-Theodor zu Guttenberg Poster bei Fairposter und hänge diese in meiner Heimatstadt Berlin auf. So geht das nicht.

  • Ich bin gespannt ob die BILD Zeitung Ihre Meinung gegenüber Guttenberg noch ändert und auch in die Hetzjagd der allgemeinen Medien mit einsteigt. Ich will nicht das das das Ende seiner politischen Karriere ist und wir Ihn doch noch als Merkels Nachfolger demnächst willkommen heißen dürfen. Naja, und der gute Herr Professor Lepsius der Herrn Guttenberg vor allen Leuten als Lügner bezeichnet, währe mal wissenwert welcher Partei er angehört, der SPD,den Grünen oder den Linken? Wahrscheinlich hätte sich Guttenberg auch mal von einer guten Agentur wie z. B. s-company.de beraten lassen sollen und nicht abstreiten sollen das er abgeschrieben hat.

  • Bin mal gespannt ob die BILD Zeitung Ihre Meinung gegenüber Karl-Theodor zu Guttenberg noch ändert und auch in die Hetzjagd der allgemeinen Medien mit einsteigt. Ich hoffe nicht das das das Ende seiner öffentlichen Karriere ist und wir Ihn doch noch als Merkels Nachfolger demnächst begrüßen dürfen. Egal, und der liebe Herr Professor Lepsius der Guttenberg in aller Öffentlichkeit als Lügner brandmarkt, währe mal interessant welcher Partei er angehört, der SPD,den Grünen oder den Linken? Vielleicht hätte sich Karl-Theodor zu Guttenberg auch mal von einer guten Agentur wie zum Beispiel S-Company beraten lassen sollen und nicht abstreiten sollen das er abgeschrieben hat.