Deutsches Gold ist weg!

P. C. Roberts – Der gesamte US-Goldvorrat ist verschwunden.KWN-Interview mit Dr. Paul Craig Roberts vom 27.06.2014 – Auszüge

Eric King: “Dr. Roberts, ich weiß, dass Sie den Bericht auf Bloomberg darüber gesehen haben, dass Deutschland angeblich plötzlich ganz zufrieden damit sei, sein Gold bei der New York FED zu lagern. Es sah aus, wie ein Propaganda-Bericht. Was haben Sie gedacht, als Sie das gelesen haben?

Dr. Roberts: “Das bedeutet ganz klar, dass die Vereinigten Staaten das Gold nicht mehr haben und auch nicht liefern können. Und dass sie Deutschland ihre Bedingungen aufgezwungen haben und dazu gebracht haben, mit den Fragen aufzuhören, denn es kann nicht geliefert werden. Die USA haben also ihrem Marionetten-Staat Deutschland gesagt, sie sollen die Klappe halten und eine andere Stellungnahme abgeben, nämlich dass sie damit einverstanden sind ihr Gold bei der FED zu belassen. Vielleicht mussten sie bestochen werden, oder man musste ihnen irgendeinen einen anderen Nutzen versprechen, aber grundsätzlich haben sie jede deutsche Bewegung zur Rückholung ihres Goldes gestoppt, weil es nicht zurückgebracht werden kann.“

Eric King: “Welche Auswirkungen hat das auf andere Länder, die ihr Gold bei der FED gelagert haben? Denn es ist doch ungeheuerlich, dass sie das Gold der Deutschen nicht zurückgeben.“

Dr. Roberts: “Das bedeutet schlicht, dass niemand es zurückbekommt. Die Leute im Goldmarkt haben lange den Verdacht gehabt, dass die FED das ganze US-Gold für den Versuch aufgebraucht hat, den Goldpreis über die Jahre zu drücken. Nachdem sie dann das US-Gold aufgebraucht hatten, haben sie angefangen das der Federal Reserve zur Aufbewahrung anvertraute Gold dafür zu benutzen.

Sie (die FED) hat also das deutsche Gold verbraucht. Ich vermute das, weil wir in den letzten Jahren, besonders seit Gold in 2011 seinen Höchststand von rund $ 1.900 Dollar die Unze hatte, immer mehr darauf vertrauen konnten, dass riesige Mengen ungedeckter Gold-Shorts auf den Comex-Markt geworfen wurden, als dort nicht gehandelt wurde, um auf den Goldpreis einzuprügeln und ihn damit zu drücken.

Sie schützen den Dollar also vor dem Quantitative Easing indem sie den Papiergoldmarkt und den Futures-Markt shorten. Wenn sie immer noch Goldvorräte hätten, dann könnten sie die an Barrenhändler verleasen, damit diese sie im Markt verkaufen. Sie würden immer noch mit dieser Technik arbeiten.

Ich gehe also davon aus, dass die Goldvorräte irgendwann im Jahr 2011 aufgebraucht waren, denn seit dem kontrollieren sie den Goldpreis hauptsächlich mit ungedeckten Shorts, und das während Marktphasen in denen der Handel schwach oder inexistent ist.“

Eric King: “Wir haben ein Interview mit Chris Powell geführt und er sprach über die Tatsache, dass es unglaublich viel Papiergold im Markt gibt. Er sagte, dass von Deutschland, anderen Ländern und auch von den Bullionbanken so viel Papiergold gehalten wird. Weiter sagte er:

“Irgendwann werden die Länder die Auslieferung fordern und der Engpass wird unendlich schlimmer sein, als in den Jahren 1968 und 1971, denn dieses ganze imaginäre Papiergold da draußen ist überhaupt nicht lieferbar. Die Zentralbanken werden dann erkennen, dass es bei den Bullionbanken zur Katastrophe kommt – dass durch den Squeeze bestimmte Banken mit ihren ungedeckten Shorts untergehen werden und dass die westlichen Zentralbanken kein Metall haben, die Bullionbanken abzusichern, wie sie es normalerweise tun. Dann wird im Goldmarkt die Hölle losbrechen und wir werden das sehen, was William Kaye als den größten Short-Squeeze beschrieben hat, den die Welt je gesehen hat.“

Eric King: “Sieht Chris Powell das richtig?”

Dr. Roberts: „Ja, ich glaube der schlimmste Teil der Katastrophe wird die Flucht aus den Papierwährungen sein und sie werden nicht mehr ins Gold kommen, weil die Chinesen es alles haben. (er lacht) Es könnte tatsächlich noch schlimmer kommen, als Chris gesagt hat.“

Quelle: King World News, 27.06.2014

  • Leserkommentar auf Hartgeld
    Hier wird nochmal deutlich angesprochen, was wir seit Langem vermuten: In den US-Goldlägern tummeln sich Mücken, Spinnen, Mäuse und Staubmäuse. Sicher aber kein Gold, sondern höchstens Katzengold.

    Interessant ist, daß Roberts davon ausgeht, daß etwa 2011 die letzten Vorräte aufgebraucht waren: Das ist genau nach dem gerade noch einmal abgebogenen Kollaps im Mai 2010, hier wird man zur Drückung und zur Stabilisierung aus allen Rohren gefeuert haben.

    Außer Papier hat man jetzt also kaum noch Munition.