Gold der USA nur noch 621 Tonnen

Wenn diese Meldung stimmt, sind über 8000 Tonnen Gold verschwunden und keiner sorgt sich? Jetzt mehren sich die Stimmen und fordern, die Bestandszahlen offen zu legen. Der heutige Finanzpolitiker und Fed-Vertreter aus der Zeit des Präsidenten Clinton, Edwin Truman, sagte gegenüber der Financial Times, dass die USA ihre enorme Goldmenge verkaufen solle, um so die Zinsenlast drücken zu können und die Schulden zu tilgen. Dies wird in einem Kommentar von Dow Jones Newswires gemeldet. Der Kommentar in der FT beziffert die Goldbestände der USA auf 621 Tonnen. Das meldet die  FXdirekt Bank AG am13.10.10
Fondsmanager sorgen sich nun um die Sicherheit ihrer Goldbestände, die sie nur in Form von Versprechen haben. Wir wissen, Paipier ist geduldig.

Gevestor schreibt von ca. 8000 Tonnen Goldbestand und nun sollen es nur noch 621 Tonnen sein? In Zeiten des Goldverbotes brachte es den Goldbestand der US Regierung auf 26.000 Tonnen. Heute ist von diesem enormen Goldschatz nicht einmal mehr ein Drittel erhalten geblieben. Die offiziellen Goldbestände der USA belaufen sich auf nur noch 8.000 Tonnen und selbst von denen ist nicht ganz klar, ob sie wirklich noch da sind, denn ausgerechnet in den statistikverliebten USA wird eine genaue Überprüfung mit dem Hinweis abgelehnt diese sei zu kostspielig.

Das nährt die Vermutung, dass auch dieses Gold möglicherweise gar nicht mehr vorhanden ist. Trifft diese Annahme zu, wäre Ford Knox bildlich gesprochen tatsächlich leerer als behauptet, dann hätte auch eine heutige US Regierung ein starkes Motiv erneut ein Goldverbot zu erlassen. Die eingangs besprochene Angst der Fondsmanager ist also gerade vor dem Hintergrund der unzureichenden Informationspolitik der US Notenbank zum Umfang ihrer Goldbestände nicht ganz unbegründet. Und weil die Vorsicht bekanntlich die Mutter der Porzellankiste ist, sind viele Fonds längst dazu übergegangen ihre Goldbestände im Ausland lagern zu lassen.

Einzelnachweise

  1. Bank for International Settlements: Veränderte Zusammensetzung von Währungsreserven, von September 2006
  2. Erste Bank: Special Report Gold, Juni 2008
  3. Financial Times Deutschland: Notenbanken erneuern Goldabkommen, vom 7. August 2009
  4. a b Manager Magazin: Goldreserven – 3440 Tonnen mythische Fracht, vom 1. Juli 2004
  5. Wirtschaftswoche: Bundesbank – Deutsche Goldreserven unverkäuflich, vom 9. März 2009
  6. Tagesschau.de: IWF trennt sich von 403 Tonnen Gold, vom 19. September 2009
  7. EMFIS: IWF verkauft 400 Tonnen Gold, vom 4. Februar 2007
  8. Financial Times Deutschland: Umschichtung der Reserven – Inder treiben Goldpreis auf Rekord, vom 3. November 2009
  9. World Gold Council: How much gold has been mined?
  10. Reuters: Asia gold premiums tick up; Indian jewellers sell less scrap, vom 15. Juni 2010
  11. a b c World Gold Council: World Gold Council Statistics (Registrierung und Login erforderlich)
  12. World Gold Council: What percentage of Gold is used in Jewellery, Industry and Investment?
  13. SPDR Gold Shares: Historical Archive

  • anonymus

    Alles gut und schön – aber woher stammt die Zahl 621 Tonnen denn, bzw. wie seriös und belastbar ist diese Zahl???

  • Pingback: Herbst ist Abverkaufszeit! - yoice.net()

  • Joachim

    Gerüchte falsch: US-Goldbestand doch 8132t statt nur 621t:

    Hier der Kommentar in der Financial TIMES:

    http://twitter.com/ErnstderLage

  • Hans

    vor allem kann man jetzt erst recht davon ausgehen, daß unsere, angeblich in den USA lagernden Goldbestände weg sind. Die der Amis interessieren mich wenig, ein downgrade Deutschlands schon mehr.

  • yvonne

    Die FED wis ganz bestimmt,wo das deutsche Gold lagert,nur werden sie „das“ niemals beantworten,dumm wären sie 😉

  • yvonne

    Ebenso wenig glaube ich,das die deutschen Renten noch gesichert sind. Tja,daas werden magere Zeiten aber in jedem Fall turbulente.

  • Das meldete die FXdirekt Bank AG am13.10.10