Goldmark Fälschungen aus dem Kaiserreich


Goldmarkfälschungen des bekanntesten Fälschers von Goldmünzen des Deutschen Kaiserreichs, Dr. Schmidt und den seiner Schwester. Sie stellten jahrelang große Mengen deutscher Reichsgoldmünzen her und brachten Sie in Umlauf. Dieser Umstand beeinflusst den Markt für solche Goldmünzen bis heute, man schätzt, dass z.B. über 95% der noch heute im Umlauf befindlichen 5-Mark-Goldmünzen des Kaiserreichs Hausmann/Schmidt-Fälschungen sind. Nach dem Gesetz, betreffend die Ausprägung von Reichsgoldmünzen vom Vom 4. Dezember 1871 heisst es: Wir Wilhelm, von Gottes Gnaden Deutscher Kaiser, Koenig von Preußen verordnen im Namen des Deutschen Reichs, nach erfolgter Zustimmung des Bundesrathes und des Reichstages, wie folgt: Es wird eine Reichsgoldmünze ausgeprägt, von welcher aus Einem Pfunde feinen Goldes 139 1/2 Stück ausgebracht werden. Außer der Reichsgoldmünze zu 10 Mark (§. 1.) sollen ferner ausgeprägt werden: Reichsgoldmünzen zu 20 Mark, von welchen aus Einem Pfunde feinen Goldes 693/4 Stück ausgebracht werden. Das Mischungsverhältnis der Reichsgoldmünzen wird auf 900 Tausendtheile Gold und 100 Tausendtheile Kupfer festgestellt.
Es werden demnach:
125,55 Zehn-Mark-Stücke,
62,775 Zwanzig-Mark-Stücke
je Ein Pfund wiegen.
Zur Zeit kostet eine 20 Gold Mark Wilhelm II. Münze mit 7,16 g 282.50 EUR

Bei Fälschungen der Goldmark handelt es sich um nachgemachte große Mengen 10- und 20-Mark-Goldmünzen, sie sind ohne Hintergrundwissen oft nur sehr schwer von den Originalmünzen zu unterscheiden.
Im Deutschen Kaiserreich von 1871 bis 1918 galt die Goldmark als erste einheitliche deutsche Währung. Zunächst wurde diese lediglich Mark genannt, der Name leitet sich von der germanischen Bedeutung alter Gewichts- oder Rechnungseinheiten im Geldwesen ab. Der Begriff Goldmark entstand erst nach 1914, um sich aufgrund der Inflation entwerten Papiermark zu unterscheiden. Zwar löste das Papiergeld nach 1914 langsam die Goldmark ab, jedoch blieb diese bis 1938 in Umlauf. Danach wurde der Besitz der Goldwährung illegal. Viele Münzen wurden im Dritten Reich eingeschmolzen, um das Gold wirtschaftlich zu nutzen.

  • Albkai

    mich interessiert das Thema ebenfalls sehr. Ich habe in diesem Jahr versucht, etwas mehr darüber in Kenntnis zu bringen. Ich habe mich dabei auf 20 RM Münzen beschränkt, da ich tendenziell eher am Goldwert interessiert bin. Die 5 RM Münzen liegen ausserhalb des Goldpreises und sollen zumeist Fälschungen sein. Auch die 10 RM Münzen liegen noch ausserhalb eines vertretbaren Goldpreises. Ich meine, letztlich kann man nur sicher sein, keine Fälschung vorliegen zu haben, wenn man die Geschichte sprich Herkunft der Münze kennt und die Existenz bis über den Beginn der Hausmannfälschungen hinaus zurückverfolgen kann. Kann man dass nicht, wird es schwierig. Es wird hier ja behauptet, dass eine Identifikation derartiger Fälschungen möglich sei. Ich selber besitze „echte“ Münzen und solche bei denen ich leichte bis starke Zweifel an der Echtheit habe. Meine Zweifel liegen z.B. in „verschmolzenen Randperlen“, obgleich diese bis zu einem gewissen Grade auch bei echten Münzen verkommen soll. Eine andere Münze weist z.B. eine leicht versetzte Randschrift auf, obgleich diese aus absolut renommierter Quelle erworben wurde und im Jägerkatalog dieser Jahrgang kein „F“ aufweist. Eine andere Münze zeigt diese bereits beschrieben „Aufwalzungen“ die durch ein nachträgliches Rändeln entstanden sein könnten, auf. Dazu kommt eine Erhaltung in Stempelglanz, die meine Zweifel verstärkt. Ich habe bei allen Münzen die bekannten Merkmale, wie z.B. Randschrift kreisrunder Punkt im O von Gott, den „Lasthaken“ im G von Gott, die Randperlenzählung, die Form der Arabesken geprüft und kann sagen dass in diesen Punkten jedenfalls bei keiner meiner rd. 20 Münzen Auffälligkeiten festzustellen waren.

    Schmitt Hausmann Fälschungen