Flughafen Moskau ++ Bombe ++ explodiert ++ Eilmeldung

Nachrichtenagentur Interfax meldet in einer Eilmeldung, dass es nach einer Explosion in Moskau am Flughafen angeblich 20 Tote gegeben hat. Dutzende weitere wurden bei der Detonation im Eingangsbereich verletzt.

Der Terror ist zurück in Russland. Auf dem größten internationalen Moskauer Flughafen Domodedowo sind vermutlich bei einem Selbstmordattentat am Montag 20 Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt worden. Das meldeten russische Agenturen unter Berufung auf Ermittler.

Die russischen Behörden stoppten alle internationalen Flüge in Domodedowo. Auch Landungen von Maschinen aus Deutschland wurden zunächst nicht erlaubt. Die deutschen Gesellschaften Air Berlin und Lufthansa fliegen den Airport an. Die Lufthansa-Maschine über Berlin nach Hamburg war bereits gestartet. Auch andere Moskauer Flughäfen wurden in Alarmbereitschaft versetzt. Die Moskauer Generalstaatsanwaltschaft bestätigte die Explosion, nannte aber zunächst keine genauen Opferzahlen oder Details. Ermittler seien an Ort und Stelle, hieß es.

  • orf schreibt:
    Explosion auf Moskauer Flughafen: 20 Tote
    Vermutlich bei einem Selbstmordanschlag auf dem internationalen Flughafen von Moskau sind rund 20 Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt worden. Das meldeten russische Agenturen unter Berufung auf Ermittler. Die Detonation habe sich bei der Gepäckausgabe im Ankunftsbereich des Flughafens Moskau-Domodedowo ereignet.

    Medien berichteten, dass sich ein Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt habe. Demnach ereignete sich die Explosion im Bereich der Gepäckaufnahme in der Ankunftshalle. Eine offizielle Bestätigung für ein Attentat gab es zunächst aber nicht.

    Internationale Flüge gestoppt
    Die russischen Behörden stoppten alle internationalen Flüge in Domodedowo. Auch andere Moskauer Flughäfen wurden in Alarmbereitschaft versetzt.

    Die Generalstaatsanwaltschaft bestätigte die Explosion, nannte aber zunächst keine genauen Opferzahlen oder Details. Ermittler seien an Ort und Stelle im Einsatz. In der russischen Hauptstadt hatten tschetschenische Selbstmordattentäterinnen im vorigen Jahr in der Moskauer Metro 40 Menschen in den Tod gerissen. Auch in der Metro wurden die Kontrollen nun wieder verschärft.

  • innerhalb von Sekunden kommen neue Meldungen. So schreibt das Hamburger Abendblatt:
    Selbstmordattentäter tötet 20 Menschen an Moskauer Flughafen
    Die Explosion ereignete sich in der Gepäckabfertigung von Domodedowo. Vermutlich 20 Menschen kamen ums Leben.

  • Auf dem Flughafen Domodedowo sind durch ein Selbstmordattentat jetzt mindestens 31 Menschen getötet und circa 130 verletzt worden. Ein Amateurvideo tauchte kurz nach der Explosion im Internet auf.

  • Wieder einmal ist es den Islamisten aus dem Nordkaukasus offenbar
    gelungen, den Terror in das Zentrum Russlands zu tragen. Der blutige
    Anschlag ruft nicht nur den Russen auf brutale Art und Weise in
    Erinnerung, dass in den um Unabhängigkeit kämpfenden früheren
    Sowjetrepubliken noch immer kein Frieden in Sicht ist. Im vergangenen
    Jahr kamen dort rund 800 Menschen bei Kämpfen ums Leben. Auch diesmal
    wird Moskau wohl mit neuen Repressionen und noch strengeren
    Sicherheitsvorkehrungen antworten. Etwas anderes bleibt den
    Machthabern im Kreml auch kaum übrig, wenn sie einen weiteren Zerfall
    des heterogenen und multiethnischen Riesenreiches verhindern oder
    zumindest bremsen wollen. Denn ein Nachgeben würde aller Voraussicht
    nach neue Krisen in anderen Regionen provozieren, die dem Beispiel
    der Kaukasier folgen würden. Der Kaukasus ist aufgrund seiner
    Bodenschätze und der zahlreichen Pipelines zudem von großer
    strategischer Bedeutung. Mit brutaler Unterdrückung allein werden
    sich die Konflikte aber nicht eindämmen lassen. Präsident Medwedew
    hat dies erkannt, und begonnen, die Problemregionen stärker zu
    entwickeln. Gleichzeitig sollte er aber darauf achten, dass die
    Kaukasier in Russland nun nicht noch mehr zu Bürgern zweiter Klasse
    werden.

    Originaltext: Rhein-Neckar-Zeitung