Irland und der Ausstieg aus dem Euro an diesem WE?

„Irland kann sich kein Geld mehr leihen, die Banken können sich kein mehr Geld leihen, uns hier steht das Wasser bis zum Hals“. Ein Interview mit dem neuen Minister aus Irland: Sehr geehrter Herr Minister, herzlichen Glückwunsch zu Ihrer Wahl. Wie Sie den öffentlichen Briefings über die gegenwärtige Krise lesen, würden Sie es zu schätzen wissen, dass in Irland die Probleme viel einfacher zu verwalten wären, wenn die Verwaltung des Landes von Wechselkurs und Zinssatz nicht vom Euro abhängig wären. Jedoch ist das nicht möglich, da es keinen praktischen Weg dafür gibt, der heutigen Europäischen Währungsunion den Rücken zu kehren um so diese Flexibilität zu erreichen.

Minister: In der Tat gibt es das. Ein Austritt aus der Eurozone ist kurzfristig  politisch heikel und wirtschaftlich kostspielig. Aber es ist nicht unmöglich. Die langfristigen Vorteile überwiegen eindeutig die kurzfristigen Kosten die von der Politik bewältigt werden kann. Im Folgenden wird erläutert, wie es gemacht werden kann:

Die EU Mitgliedschaft kündigen an einem Sonntagmorgen, Irland ist dann im Bereich einer „zeitweiligen Aussetzung“ seines Euro.

Es ist natürlich wichtig, dass diese Ankündigung als eine Überraschung, über die Märkte kommen wird. So kann man nicht im Voraus darüber diskutieren. Einige wichtige Personen und die Banc Ceannais na hÉireann muss natürlich informiert und einverstanden sein. Aber auch die Diskussion der Idee in einem größeren Kreis wird wahrscheinlich zu Lecks führen, das wird wiederum, einen Run auf irische Banken und einen vollständigen Zusammenbruch von Anlagen verursachen und zerstören.

Ab dem Tag X, irische Vermögenswerte und Schulden heißen nun „Irish Euro“, zunächst mit dem Kurs 1:1.

Dies bedeutet, dass es nur begrenzte Mengen von Bargeld geben gibt. Menschen werden auch weiterhin die Euro-Münzen mit der irischen Nationalmannschaft und Euro-Banknoten mit dem Buchstaben „T“ (für Irland) in der Seriennummer  verwenden. Sie vermeiden  so, dass Geldautomaten oder andere Automaten, die mit  Bargeld funktionieren noch gehen. Für den Zeitraum von zunächst einem festen Wechselkurs, betreiben Gresham’s Law und „nicht-irische Euro“ wird alles aus dem Verkehr in Irland verschwinden. Sie können später wählen, ein Blatt aus den Nachfolgestaaten der österreichisch-ungarischen Monarchie oder den Stempel „Irish Euro“ zu ergreifen, um die nationalen Charakter der Scheine zu gewähren.

Sie können dann verkünden, dass ab dem Tag X alle externen irischen Euro-Schulden auch in dem „Irish Euro“ lauten. Damit liegt das Wechselkursrisiko bei den Gläubigern. Diejenigen, die ihr Monatsgeld von Google Irland erhalten, haben dann schlechte Karten. Seit 25.2. steht auf der Abrechnung, dass die Zahlung für den Januar in Gang ist. Erst wenn dort steht „Zahlung ausgeführt“ kann man mit einer Überweisung rechnen. Es war noch nie der Fall, dass Werbeeinnahmen nicht am 1. auf dem Konto waren. Erst am 3.3. wurde die Zahlung ausgeführt.

Der Wechselkurs wird natürlich nicht lange fest bleiben. Auch würden Sie es haben wollen. Aber bis die Übergangsfrist vorbei ist, müssen Sie möglicherweise auf dem Schwarzmarkt (die Sie natürlich kritisieren), um Ihnen genaue Informationen über die richtige Irish / Euro bereitzustellen um den Wechselkurs zu stützen.

Sie sollten auf jeden Fall jetzt standardmäßig eine Neuverhandlung der öffentlichen Verschuldung angehen. Da Sie in jedem Fall abwerten (das ist eine Form von Standard) Das Angebot den Gläubigern eine (sagen wir) 50% igen Abschlag auf jede Forderung.

Irland hat sich inzwischen selbst geholfen. Das Land druckt nun seine eigenen Euros. 51 Millionen Euro hat die irische Notenbank aus dem Hut gezaubert und verleiht sie an notleidende irische Banken. Die Aktion ist rechten, »wenn die Europäische Zentralbank im Vorfeld informiert wird und ihre Zustimmung gibt«, erklärte ein Sprecher der EZB. Die Notkredite der EZB an Irland sind entsprechend gefallen. Bloomberg titelte: »Die Iren liefern 51 Millionen weitere Gründe, Staatsanleihen zu meiden«.

passt sinngemäß auch für Griechenland, Portugal, Spanien und Italien – und Deutschland.

http://www.zerohedge.com/article/how-ireland-can-leave-euro-one-experts-view

„Wir haben keine Zeit zu verlieren. Das Land kann sich kein Geld leihen, die Banken können sich kein Geld leihen, uns hier steht das Wasser bis zum Hals“.

Diese Aussage kommt ziemlich exakt 3 Monate nachdem an Irland ein Notkredit von 85 Mrd. Euro ausgereicht wurde. Dabei kann ich mich noch erinnern und habe die Bilder vor dem inneren Auge, als der damalige Premier – es war glaube ich ein Montag – vor die Presse ging und Hilfen von Außen scharf zurückwies. Und meinte, dass Irland seine Probleme selbst bewältigen könne.

Nun würden uns allen, ob als Unternehmer oder Privatmann, in einer solchen Situation sofort die Kredite gekündigt werden. Die Bank würde – diesmal zu Recht – argumentieren, dass jemand, der so wenig seine Lage einschätzen kann, dass er nach drei Monaten nachverhandeln muss, keines Kredites wert ist. Der hat nämlich entweder schlicht gelogen, nie den Überblick gehabt oder ihn verloren. Wobei man nicht genau weiß, was davon am schlimmsten wäre.

Irland am Ende

Ich weiss nicht, ob das allen bewusst ist:
Anstieg der globalen Nachfrage – und die Folgen: Kapital wird knapp. Der Überblick zeigt, welche Folgen eine weltweite Kapitalknappheit für Eigenkapital, Fremdkapital und die Zinsentwicklung hat. Die Unternehmensberatung McKinsey warnt: Die Welt steht vor einer Ära der Kapitalknappheit. Die Folgen sind dramatisch. Gerade Deutschland ist für eine Epoche teuren Kapitals schlecht gerüstet. Seit acht Uhr schon strömen im Handelsraum der Finanzagentur des Bundes die elektronischen Gebote zusammen. Zur Auktion kommt an diesem trüben Januarmorgen 2011 ein begehrtes Gut: frische deutsche Schulden. Zehnjährige Bundesanleihen im Nennwert von fünf Milliarden Euro, jährlicher Zinscoupon: 2,5 Prozent. (manager-magazin.de)

Portugal und Irland drucken ihr eigenes Geld. Trotz EZB.
Irland ist bereits unter den Euro-Rettungsschirm geschlüpft, Portugal ziert sich noch, doch die Anzeichen gehen in die Richtung, dass das Land der nächste in der Liste der zu rettenden Staaten sein wird. Was allerdings weniger bekannt sein dürfte: Portugal profitiert schon heute von einem „Rettungsring“ ganz anderer Art – es werden nämlich Euros gedruckt, und das nicht zu wenig. Wie geht das trotz EZB? Die Gelddruckaktionen Portugals und Irlands überraschen, war doch zumindest ich davon ausgegangen, dass mit der Einführung des Euro das Monopol zum Gelddrucken auf die „unabhängige“ EZB übergegangen sei.
 (be24.at)

Es gibt aber ein Schlupfloch, die Emergency Liquidity Assistance, die es jeder Notenbank erlaubt, de facto unbegrenzt – allerdings begründet – Liquidität in die Märkte zu spülen. Der EZB sind die Hände nicht ganz gebunden, da sie mit 2/3-Mehrheit den nationalen Alleingängen einen Riegel vorschieben kann. Allerdings: Kann sie das wirklich? Wie reagieren die Märkte, wenn die EZB erst mit 2/3-Mehrheit eine nationale Notenbank von der Druckerpresse wegzerrt? Schwierige Fragen. Am Beispiel Irland: Laut Süddeutscher Zeitung sind die Iren Europameister im Gelddrucken. Wir reden von rund 50 Mrd. Euro und damit von 30% des irischen BIP.

Europa vor dem Crash

So können Sie dem kommenden Sturm trotzen

Europa steht vor dem Zusammenbruch. Die ersten Vorboten haben sich bereits gezeigt. Wer hätte vor einem Jahr an einen Staatsbankrott von Griechenland und Irland geglaubt? Daran, dass Portugal, Spanien und sogar Großbritannien kurz davorstehen? Auch in Deutschland ist der Staatsbankrott bereits vorprogrammiert. Er ist nur noch eine Frage der Zeit.

Langsam haben es auch die größten medialen Realitätsverweigerer und politischen Schönredner begriffen: Nichts ist mehr sicher. Der Euro ist eine tickende Zeitbombe und der Countdown läuft. Eine Währungsreform in naher Zukunft wird immer wahrscheinlicher.
Verzweifelt versuchen Politiker mit gefälschten Arbeitslosenzahlen, geschönten Konjunkturdaten und dem Verschweigen der wahren Staatsverschuldung, die so hoch ist, dass man es sich kaum mehr vorstellen kann, das Volk zu belügen, zu betrügen und zu beruhigen. Sie fürchten Ausschreitungen wie in Griechenland und Frankreich oder gar Revolutionen wie jene, die mit Tunesien erst Nordafrika und dann mit Ägypten weite Teile der arabischen Welt erschütterten. Interne Studien von Sicherheitsbehörden und Geheimdiensten warnen bereits vor bürgerkriegsähnlichen Zuständen in Deutschland.
Der Niedergang scheint unausweichlich. Wie ernst ist die Lage also wirklich? Was wird den Bürgern noch immer verschwiegen? Wann und wo wird sich der Wutstau entladen? Das sind einige der wichtigsten Fragen, die in diesem Buch beantwortet werden. Und zwar mit schonungsloser Offenheit.

Hier erfahren Sie, wie Sie dem kommenden Sturm trotzen können:

•Wie Sie Ihr Einkommen sichern und sich neue Einkommensquellen erschließen
•Wie Sie zahlungsfähig bleiben und Ihre Ersparnisse krisensicher machen
•Wie Sie persönliche Vorräte anlegen und damit autark werden
•Welche Maßnahmen Sie für Ihre eigene Sicherheit treffen sollten
•Krisengewinner oder Krisenverlierer – was macht den Unterschied aus?

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