Kommentar zum Martinstag

Dobri Dobrev ist ein 98 Jahre alter Mann, der sein Gehör im
zweiten Weltkrieg verloren hat. Jeden Tag geht er 10 Kilometer von seinem Heimatdorf aus in seinen selbstgemachten Kleidern in die Stadt Sofia, wo er den Tag mit betteln verbringt. Alles, was er erbettelt hat, spendete er.

Doch erst jetzt wurde bekannt, dass er
alleine schon über 40.000 € zur Wiederherstellung der verfallenden bulgarischen Klöster und für die Stromrechnungen von Waisenhäusern gespendet hat. Und das obwohl er eine staatliche Rente von nur 80 € hat.

Die, die am wenigsten haben, geben oft am meisten.

  Der Martinstag am 11. November (in Altbayern und Österreich auch Martini) ist der Gedenktag des heiligen Martin von Tours. Er ist in Mitteleuropa von zahlreichen Bräuchen geprägt, darunter das Martinsgansessen, der Martinszug und das Martinssingen.

Mit der Begründung, das Feiern des Sankt-Martins-Festes in Schulen und Kindergärten könnte von Angehörigen des muslimischen Kulturkreises als diskriminierend empfunden werden, forderte der Landesvorsitzende der Partei Die Linke in Nordrhein-Westfalen, Rüdiger Sagel, den Martinstag in Sonne-Mond-und-Sterne-Fest umzubenennen und die Geschichte des hl. Martin künftig nicht mehr in den Mittelpunkt zu stellen. Der Vorschlag stieß auf breite Ablehnung, unter anderem mehrerer deutscher Bistümer und des Zentralrats der Muslime in Deutschland. Die Linke in Nordrhein-Westfalen distanzierte sich inzwischen von der Forderung ihres Vorsitzenden