SEPA neuer EU-Bankbeschluss

Viele Lieferanten können sich eine Bankabbuchung bei ihren Kunden nicht mehr leisten. Was wird den EU Beamten und Banken noch alles einfallen? Ich habe folgende Email bekommen:

Sehr geehrter Kunde,

wie Sie sicherlich schon in den Medien erfahren haben, wird das Lastschriftsystem, bzw. Bankeinzüge künftig (durch einen EU-Bankbeschluss) europaweit durch ein neues System, genannt: „SEPA“ geregelt.

Nach Bekanntwerden der neuen Regularien und Vorschriften, müssen wir feststellen, dass diese Regelung weder Kundenfreundlich noch Kostensparend ist.

Der Antrag für ein Lastschriftverfahren ist von Anfang an sehr kompliziert und bedarf vom Kunden Wege und Zeitaufwand bei seiner jeweiligen Hausbank. Des Weiteren ist davon auszugehen, dass bereits die Erlangung einer Lastschriftvollmacht durch den Kunden, mit Kosten verbunden ist. Auch wir als Lieferanten müssen bei jedem einzelnen Lastschriftverfahren unsere Hausbank beschäftigen, was ebenfalls wieder Kosten verursacht. Die neue Regelung stellt auch fest, dass der vom Kunden bezahlte Betrag für 8 Wochen bei der Bank gesperrt ist, was für uns als Lieferant, eine erhebliche und kalkulatorisch unhaltbare Zinsbelastung darstellt.

Als Krönung dieses Kosten- und Zeitaufwändigem Vorganges sind die Kundenbanken zusätzlich noch berechtigt, bei jedem Lastschrifteinzug, bei Ihnen als Kunde, Spesen einzuheben. Diese Spesen kann jede Bank selbst bestimmen und nach unseren Informationen werden im Durchschnitt
€ 6 -15 pro Einzug fällig.

Die Summierung dieser Zeit- und Kostenprobleme ergeben für uns eindeutig den Entschluss mit sofortiger Wirkung das Lastschriftverfahren nicht weiter als Zahlungsmittel zu akzeptieren.
Mit diesem Schritt möchten wir Ihnen wie oben erwähnt, Wege und Kosten einsparen und bitte Sie daher künftig die kostenfreien Zahlungsformen – Kreditkarte, Vorkasse oder Internetüberweisung zu verwenden. In Kürze können sie auch über die Zahlungsmöglichkeiten PayPal und SOFORT Überweisung verfügen. Als Information:
https://www.sofort.com/ger-DE/kaeufer/sofort-ueberweisung/
Wir werden sie rechtzeitig informieren.

Mit diesen Zahlungsformen sind Sie in keiner versteckten Kostenfalle und können Ihre Zeit besser nutzen, als zu den Banken zu laufen und hohe Spesen zu bezahlen.

Wir haben festgestellt, dass viele Verbraucher über die SEPA-Lastschrift nicht ausreichend informiert sind. Vor allem die Tatsache, dass Lastschriften nicht mehr von der Bank verwaltet werden, sondern durch den Lieferanten ist vielen Verbrauchern nicht bekannt. Auf dieser Website wird der Sachverhalt kurz und in einfacher Sprache erklärt: .

Wissensdatenbank https://www.sepastop.eu/de-de/wissensdatenbank/sepa-lastschrift/

  • Ab 1.2. 2014 gelten mit der SEPA einheitliche Standards und ein gemeinsamer Rechtsrahmen im europäischen Zahlungsverkehr.

    Die Abkürzung SEPA steht für Single Euro Payments Area und damit für den einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum, in dem alle Euro-Zahlungen wie inländische Zahlungen behandelt werden. Bislang hatte jedes Land seine eigenen Systeme und technischen Standards, dies wird sich ab Februar 2014 ändern.

    Nationale Verfahren für Überweisungen und Lastschriften dürfen dann nicht mehr angeboten werden, sondern müssen die Anforderungen der SEPA-Verordnung erfüllen.

    Angabe der IBAN wird Standard, der BIC läuft aus.

    Einzugsermächtigungen müssen ab 1. Februar 2014 durch das SEPA Mandat erteilt werden. Dies gilt auch für im Internet erteilte Lastschrifteinzüge, die von Online-Händlern verwendet werden. Bestehende Mandate (Einzugsermächtigungen) für wiederkehrende Lastschriften behalten ihre Gültigkeit.
    Sollten Kunden ein schriftliches oder e-Mandat unterzeichnet haben, so kann der Lastschrifteinzug auch zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden. Abonnements oder mehrere Zahlungen mit unterschiedlichen Beträgen können mit dem SEPA-Lastschriftmandat fortgeführt werden. Ein Mandat erlischt automatisch 36 Monate nach der letzten Lastschrifteinreichung.

    Gutschriftzeiten und Datenformate

    Weiterhin haben die Änderungen Auswirkungen auf den Cashflow durch verzögerte Gutschriftzeiten bei Lastschriften:
    Die erste Lastschrift, die einen Händler zum Transfer von Geld von einem Konto eines Käufers ermächtigt, wird erst nach 5 Tagen verbucht, alle darauffolgenden nach 2 Tagen.
    Von den Änderungen im Cashflow abgesehen gibt es noch eine technische Änderung, die jeder Händler beachten muss: SEPA erfordert ein neues Datenformat für die Kommunikation mit der Bank. Das von der Regulierung vorgegebene Datenformat ist der XML basierte ISO20022 Standard. Für mehr Informationen hat die Deutsche Bundesbank eine Webseite sowohl für Händler als auch für Endverbraucher mit allen wichtigen Details und Daten eingerichtet: sepadeutschland.de/.