Spanien fast schlimmer als Deutschland

Mit einer neuen Steuer sahnen Gemeinden in Spanien bei den Bauern ab. Im Durchschnitt 500 Euro im Jahr müssen Landwirte zukünftig für ihre Bewässerungsbecken zahlen, wie spanische Medien berichten. Diese Art Grundsteuer auf ländliche Infrastrukturen betreffe in der Provinsz Alicante über 3.600 Staubecken und Bewässerungsbecken.

Die Bauernvereinigung Asaja reagierte empört angesichts der strapazierten Kassen der Mitglieder, die aufgrund der Dürre dieses Jahr und dem Verfall der Preise für Agrarprodukte eh schon genügend gebeutelt seien. Ihr Vorsitzender Eladio Aniorte sprach von „mafiösen Praktiken“. Dass die Gemeinden kleinen und mittleren Landwirten mit der Erhebung dieser neuen Steuer „in die Tasche langen“, sei kontraproduktiv.

Wasser sollte verbilligt werden und den Bauern Steuererleichterungen angeboten werden. Die Steuer wird gemäß dem „Real Decreto Legislativo 1/2004“ und der Verfügung „Orden 821/2008“ erhoben, die ursprünglich auch vornehmlich dazu diente, die existierenden Bewässerungsbecken der Provinz erstmals tatsächlich zu katalogisieren. Bislang wurde die Steuer nicht erhoben.