Twitter gibt nur noch Aktien-Brösel raus

Für Dirk Müller (Mister Dax) sagt,  der Börsengang von Twitter ist ein abgekartetes Spiel. Von ihm würden lediglich die Investoren, die den Kurznachrichtendienst in den vergangenen Jahren mit ihrem Geld groß gemacht haben, profitieren. „Die fast 600 Millionen Aktien von Twitter wurden bereits vor vielen Jahren verkauft – unter der Hand. Da haben die Schönen, Reichen und Mächtigen zugeschlagen – wie Milliardär Richard Branson, Schauspieler oder saudische Scheichs“, sagt Müller. „Jetzt haben sie die Anteile in ihren Depots für einen Gegenwert von null Euro – weil es bisher keinen Börsenwert gibt.“

Kleinanleger seien bis jetzt außen vor geblieben, dürften sich nun nur noch um die „paar Brösel, die jetzt an die Börse gehen, prügeln.“ Dahinter steckt ein einfaches System: „Die Kleinanleger werden dazu missbraucht, den Kurs in die Höhe zu treiben, damit die, die Millionen Aktien in ihren Depots haben, anschließend einen möglichst hohen Bewertungskurs in ihrem Depot stehen haben“, schimpft Müller.

„Einen solchen Missbrauch der Kleinanleger für Kapitalspielchen der großen Player halte ich für eine Sauerei.“

Die Twitter-Aktie, deren Ausgabepreis bei 26 Dollar lag, hat beim Börsendebüt einen enormen Kurssprung hingelegt, das Papier kostete über 45 Dollar. Doch Müller bleibt skeptisch: „Die Medien werden von einem großen Erfolg sprechen. Aber es ist keiner.“

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