Niall Ferginson über die Europa-Krise

Schwere Zeiten, die da auf Europa zukommen, das prophezeit Niall Ferguson in einem Interview mit dem Schweizer Fernsehen. Wir wissen, dass es so nicht weiter gehen kann. So viele Schulden können niemals zurückgezahlt werden. Das Time-Magazine zählt NiallFerginson zu den 100 einflussreichsten Menschen der Welt: Er ist Harvard-Wirtschaftshistoriker. Im Interview mit Reto Lipp spricht er über die Zukunft der Euro-Zone. Eine Umstrukturierung der griechischen Schulden hält er für unvermeidbar. Und er sagt, was das für den Franken und die Schweizer Wirtschaft bedeutet. Das Fremdkapital in den Deutschen Banken lässt Lehman Brothers als gut geführte Bank erscheinen.

In Wirklichkeit geht es gar nicht um Griechenland. Griechenland ist nur das Symptom des grundlegenden Problems des europäischen Bankensektors. Und solange das weder die Elite in Brüssel noch die Wähler in Deutschland anerkennen ist es schwer, das Problem zu lösen. Was wäre aber, wenn die Griechen den Euro aufgeben würden und zu ihrer Drachme zurückkehren würden? Ein Austritt wäre wohl das schwierigste überhaupt. Über Nacht müsste man Bankbilanzen und Konti massiv abschreiben. Wenn dann ein Land aussteigen kann, so würden das andere Länder auch. Deutschland wird deshalb alles dafür tun, um einen Euro-Austritt Griechenlands zu verhindern. Griechenland diskutiert den Austritt allein deshalb um Deutschland unter Druck zu setzen.

Das griechische Problem ist so gross, dass eine Entschuldung unumgänglich ist. Deutschland ist in der Zwickmühle und für die Griechen verantwortlich.

Wir befinden uns wahrscheinlich in der Endphase des Euro und wie der Ablauf sein wird, wird in dem Buch verdeutlicht. Auf was muss man achten, wenn der Euro zusammenbricht?

Europa steht vor dem Zusammenbruch. Die ersten Vorboten haben sich bereits gezeigt. Wer hätte vor einem Jahr an einen Staatsbankrott von Griechenland und Irland geglaubt? Daran, dass Portugal, Spanien und sogar Großbritannien kurz davorstehen? Auch in Deutschland ist der Staatsbankrott bereits vorprogrammiert. Er ist nur noch eine Frage der Zeit.

Langsam haben es auch die größten medialen Realitätsverweigerer und politischen Schönredner begriffen: Nichts ist mehr sicher. Der Euro ist eine tickende Zeitbombe und der Countdown läuft. Eine Währungsreform in naher Zukunft wird immer wahrscheinlicher.

Verzweifelt versuchen Politiker mit gefälschten Arbeitslosenzahlen, geschönten Konjunkturdaten und dem Verschweigen der wahren Staatsverschuldung, die so hoch ist, dass man es sich kaum mehr vorstellen kann, das Volk zu belügen, zu betrügen und zu beruhigen. Sie fürchten Ausschreitungen wie in Griechenland und Frankreich oder gar Revolutionen wie jene, die mit Tunesien erst Nordafrika und dann mit Ägypten weite Teile der arabischen Welt erschütterten. Interne Studien von Sicherheitsbehörden und Geheimdiensten warnen bereits vor bürgerkriegsähnlichen Zuständen in Deutschland.

Der Niedergang scheint unausweichlich. Wie ernst ist die Lage also wirklich? Was wird den Bürgern noch immer verschwiegen? Wann und wo wird sich der Wutstau entladen? Das sind einige der wichtigsten Fragen, die in diesem Buch beantwortet werden. Und zwar mit schonungsloser Offenheit.

Hier erfahren Sie, wie Sie dem kommenden Sturm trotzen können:

•Wie Sie Ihr Einkommen sichern und sich neue Einkommensquellen erschließen
•Wie Sie zahlungsfähig bleiben und Ihre Ersparnisse krisensicher machen
•Wie Sie persönliche Vorräte anlegen und damit autark werden
•Welche Maßnahmen Sie für Ihre eigene Sicherheit treffen sollten
•Krisengewinner oder Krisenverlierer – was macht den Unterschied aus?

Gebunden, 336 Seiten, zahlreiche Abbildungen

  • rhein main

    Unsere Angela, da sagt sie doch: „Es geht auch darum, dass man in Ländern wie Griechenland, Spanien, Portugal nicht früher in Rente gehen kann als in Deutschland, sondern dass alle sich auch ein wenig gleich anstrengen – das ist wichtig. Wir können nicht eine Währung haben und der eine kriegt ganz viel Urlaub und der andere ganz wenig. Das geht auf Dauer auch nicht zusammen.“ Da hat sie doch recht. Aber wollen mal schauen, ob das wieder nur Schaumschlägereien sind.

  • Um sich nicht in Innerpolitische Angelegenheiten einzumischen, wäre es doch ratsam, jedem seine Währung wieder zu geben. Was maßt sich die Kanzlerin da denn an? Wir sind doch in ganz Europa verhasst wegen der Merkel. Ich finde diese Aussagen von Frau Merkel sehr populistisch, die sie da abgelassen hat.

  • yvonne

    …na ja nicht in „ganz Europa“ lieber admin 😉
    lg

  • rhein main

    Jetzt kostet es uns in Deutschland richtig Geld. In weniger als zwei Monaten geht den Griechen das Geld aus. Sollten die EZB und der IWF bis dahin nicht genügend Hilfsgelder bereitstellen, wird das Land am 18. Juli zahlungsunfähig sein. Sehr schön, wir arbeiten, dass es den Griechen gutgeht. Warum auch nicht. Die einen müssen arbeiten, die anderen feiern. Nur was passiert, wenn die die arbeiten, nicht mehr arbeiten wollen.

  • yvonne

    ZITAT von „Aufstieg des Adlers“ bei Honigmann:

    „#141 ***Eilmeldung*** 2011-05-24 20:12
    Ihr Jobcenter teilt mit:

    Ab Juni 2011 wird die Auszahlung von
    Arbeitslosengel d 2 ( sogenanntes Hartz 4)
    um generell 30 % abgesenkt.
    Einzelsatz: Staat 364 Euro werden nun 255 Euro überwiesen werden + berücksichtigun gsfähige Kosten der Miete.

    Grund:
    Deutschland will ein Zeichen setzen für den Euro und für Stabilität und Wachstum.

    Die Jobcenter wurden angewiesen dieses den arbeitsuchenden Hartz 4 Empfängern mit positiven Worten mitzuteilen.
    Für etwaige Einwände steht vor Ort die Polizei bereit
    denen der Schußwaffengebr auch zu Ihrer Sicherheit generell empfohlen wurde.

    Ihr Jobcenter
    Wir machen Ihnen Arbeit“

  • yvonne

    ……bei den Ärmsten beginnt man ein zusparen,DAS nenne ich Demokratie gelebt !

  • Ein gemeinsames Zinsgeld (fehlerhaftes Geld mit parasitärer – der wesentlichen Tauschfunktion widersprechenden – Wertaufbewahrungsfunktion) von Nationalstaaten mit unterschiedlicher Wirtschaftsleistung kann keine „europäische Einigung“ herbeiführen, sondern muss im Gegenteil die Unterschiede zwischen den Mitgliedsstaaten der EG (Europäische AusbeutungsGemeinschaft) verstärken, weil freie Wechselkurse eliminiert sind. Tatsächlich ist die gesamte EG-Bürokratie, die immer mehr zu einer menschenverachtenden, planwirtschaftlichen Diktatur für ganz Europa wird, überhaupt nur deshalb erforderlich, um mit ungeeigneten Mitteln (Politik) die immer größer werdenden sozialen Spannungen abzumildern, die durch das gemeinsame Zinsgeld und die damit einhergehende Zinsumverteilung von der Arbeit zum Besitz innerhalb Europas erst entstehen!

    Die globale Verwendung von Zinsgeld impliziert die Idiotie, im Sparen konkurrieren zu wollen und nicht in der Leistung. Alle Wirtschaftsteilnehmer sind gezwungen, sich gegenseitig in die Schuldenfalle zu treiben, wobei nicht die Fähigsten, sondern die Sparsamsten überleben, die das meiste Kapital anhäufen und damit auf Kosten der Mehrarbeit anderer existieren können. Der eigentliche Grund für den Euro war es, ein Gegengewicht zur „Leitwährung“ Dollar aufzubauen, in der irrationalen Hoffnung, sich damit im irrwitzigen globalen Monopoly einen Vorteil zu verschaffen. Aus eigener Anschauung sind Politiker unfähig zu begreifen, dass jeder Vorteil auf Kosten der Mehrarbeit anderer einen Nachteil für die zivilisatorische Weiterentwicklung der gesamten Menschheit bedeutet:

    http://www.deweles.de/willkommen/wahrheit.html