Kategorien
Gesundheit

Pflege daheim, die bessere Lösung?

Die gesellschaftlichen Veränderungen der vergangenen Jahrzehnte haben zur Folge, dass heute immer mehr Senioren alleine leben. Auch wenn erwachsene Kinder in der Nähe wohnen, können diese aufgrund eigener beruflicher und familiärer Verpflichtungen häufig nicht die Betreuung ihrer Eltern übernehmen, wenn diese aus altersbedingten Einschränkungen oder chronischen Erkrankungen pflegebedürftig werden. Um dennoch in der eigenen Wohnung verbleiben zu können, entscheiden sich viele pflegebedürftige Senioren für eine Pflegekraft.

Entsendung nach Deutschland

Bei der Beschäftigung einer Seniorenbetreuerin aus Osteuropa kommen verschiedene rechtliche Modelle in Frage, die unter http://www.24-stunden-pflege.net/ ausführlich vorgestellt <a href=’http://www.24-stunden-pflege.net/‘>werden.</a> Am beliebtesten ist die Nutzung von Pflegeagenturen, die Pflegepersonal aus dem osteuropäischen Ausland vermitteln. Die Arbeitskräfte sind dabei in ihrem jeweiligen Heimatland fest angestellt und werden von diesem lediglich nach Deutschland entsendet. Die Grundlage hierfür bildet das Entsendegesetz. Dies hat für die Pflegebedürftigen den Vorteil, dass sie sich um keine Formalitäten und Behördengänge kümmern müssen. Außerdem bleiben auch bei einer 24h-Pflege zu Hause die Kosten überschaubar. Zwar müssen selbstverständlich die deutschen Vorschriften bezüglich des Mindestlohns eingehalten werden, aber da die Steuern und Sozialversicherungsabgaben im jeweiligen Herkunftsland fällig werden, ist die Beschäftigung einer entsendeten Pflegekraft dennoch deutlich preisgünstiger als die eines deutschen Pflegedienstes.

 

Aufgabenbereich der Seniorenbetreuerin

In den meisten Fällen verfügen die von Agenturen vermittelten Altenbetreuerinnen nicht über eine Ausbildung im medizinischen Bereich. Falls medizinische Pflegeleistungen wie beispielsweise regelmäßige Spritzen und Medikamentengabe notwendig sind, dürfen sie diese deshalb nicht verrichten. Diese tätigkeiten gehören auch nicht zum Pflegebereich sondern zu einer Verordnung des Arztes, die von den Krankenkassen bezahlt wird. Alle anderen Aufgaben, die im Alltag anfallen, können sie aber problemlos erledigen. Dazu zählen vor allem Haushaltstätigkeiten wie Einkaufen, Putzen oder Wäschewaschen. Eine Betreuungskraft kann aber auch bei der Körperpflege und dem Anziehen behilflich sein und die pflegebedürftige Person bei Arztbesuchen und anderen Terminen begleiten. Allerdings sollten alle Aufgaben, die die Altenbetreuerin übernehmen soll, bereits im Vorfeld abgesprochen werden, da stets der Arbeitgeber im Herkunftsland weisungsbefugt bleibt.

Kategorien
Arbeit/Soziales

Krankenkassen erlassen über 1,1 Milliarden Forderungen

aok Dabei sind es Forderungen, die überwiegend aus Säumniszuschlägen bestehen. Dieses Sozialsystem ist mittlerweile so aufgebauscht, dass es nicht mehr lange am Leben bleiben kann. Man berechne die wahnsinnig vielen Beamten, die nicht nötig wären, würde man jedem ein Grundenkommen von 800.- bis 1000.- Euro belassen.Die ab Jahrgang 53 werden ihr wahrees Wunder erleben, wenn sie in Rente kommen.

Die gesetzlichen Krankenkassen haben insgesamt 55 000 Versicherten Schulden in einer Gesamthöhe von mehr als 1,1 Milliarden Euro erlassen. Dies geht aus einer Auflistung des Bundesgesundheitsministeriums hervor, die der Nachrichtenagentur dpa vorliegt. ie «Rheinische Post» und die «Berliner Zeitung» hatten zuerst darüber berichtet. Demnach wurden insgesamt 231,6 Millionen Euro an Beiträgen erlassen und 909,4 Millionen Euro an Säumniszuschlägen.

Angesichts von mehr als 200 000 Nichtversicherten hatte die große Koalition 2007 die Versicherungspflicht eingeführt. Die Zahl der Nichtversicherten sank daraufhin – aber nur auf rund 137 000 im Jahr 2011. Das Problem: Beiträge, die seit der Einführung der Versicherungspflicht angefallen waren, mussten plus Säumniszuschlag nachgezahlt werden – vor allem für Obdachlose, aber auch für viele Kleinselbstständige und Existenzgründer ein Ding der Unmöglichkeit.

Abhilfe schaffen sollte das im August 2013 in Kraft getretene Beitragsschuldengesetz. Es ermöglichte Nichtversicherten, sich bis 31. Dezember 2013 ohne Nachzahlungen zu versichern. Davon machten nach der neuen Aufstellung des Gesundheitsministeriums knapp 24 500 Menschen Gebrauch. In weiteren 25 800 Fällen griff eine Altfallregelung für Menschen, die bereits Kassenmitglied geworden waren, aber noch Schulden hatten. Weitere 4700 Menschen erhielten bei der Meldung noch nach dem Jahreswechsel eine Beitragsermäßigung.

Experten gehen aber davon aus, dass immer noch viele Menschen unversichert sind und somit weiter ein – wenn auch im Vergleich zu früher vermindertes – soziales Problem besteht. Eine Übersicht über die Zahl der Betroffenen gibt es nicht. Das Gesundheitsministerium spricht von einem Erfolg des Gesetzes. «Es ist gelungen, eine erhebliche Zahl von Menschen zu erreichen, die durch das Gesetz erreicht werden sollten», heißt es in einer Stellungnahme des Ministeriums für den Bundestags-Gesundheitsausschuss.

Der CDU-Gesundheitsexperte Jens Spahn sagte der «Rheinischen Post»: «Die Zahlen zeigen, dass wir vielen Tausend Menschen den Weg zurück in die Krankenversicherung ermöglicht haben.» Dies sei gut, denn «überhöhte Wucherzinsen von bis zu 60 Prozent im Jahr» seien für viele unbezahlbar gewesen.

Kategorien
Arbeit/Soziales

Das Volk der 400 Euro Jobber

Die Zeitungen sind voll mit Stellenanzeigen, allerdings will man nur 400 Euro Jobber einstellen. Oft aber umgehen viele Firmen die Voraussetzungen, die wirklich diesem 400 Euro Job entsprechen. Die Grenze für die sogenannten „Mini-Jobs” liegt bei einem Entgelt von 400 € monatlich. Die zuvor geltende Regelung, nach der die Arbeitszeit unter 15 Wochenstunden liegen musste, ist ersatzlos entfallen. Durch den Wegfall dieser Zeitgrenze ist seit 1. April 2003 ein Nachweis der tatsächlichen Arbeitszeit des Arbeitnehmers nicht mehr erforderlich. Innerhalb der Grundzone bis 400 € werden sämtliche auf das Einkommen zu entrichtenden Steuern und Sozialabgaben durch die vom Arbeitgeber zu zahlende Pauschalabgabe in Höhe von 30 % abgegolten.

Die Pauschalabgabe teilt sich derzeit wie folgt auf :

· 15 % Rentenversicherung mit Aufstockungsoption für Arbeitnehmer
· 13 % Krankenversicherung (statt bisher 10 %)
· 2 % Pauschalsteuer (einschließlich Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag)

Bei schwankender Höhe des Arbeitsentgelts und in den Fällen, in denen im Rahmen einer Dauerbeschäftigung saisonbedingt unterschiedliche Arbeitsentgelte erzielt werden, ist für die Beurteilung, ob eine geringfügige Beschäftigung oder eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung vorliegt, die Summe aller Verdienste für den Zeitraum von zwölf Monaten ab Einstellungsdatum (z.B. 1. Oktober) maßgeblich. Angenommen, in den Monaten Oktober bis Mai verdient der Arbeitnehmer mit dem Minijob monatlich 600 Euro, in den Monaten Juni bis September jedoch nur 250 Euro: Er kommt dann auf einen durchschnittlichen monatlichen Verdienst von 483,80 € und liegt über der 400 € Grenze. Die Beschäftigung ist daher nicht mehr geringfügig und somit sozialversicherungspflichtig. Bei der Berechnung des Lohnes ist zu beachten, dass bei Tarifbindung der tariflich geschuldete Betrag zugrunde zu legen ist, auch wenn tatsächlich ein geringerer Lohn vereinbart sein sollte. Außerdem sind gegebenenfalls Urlaubs- und Weihnachtsgeld einzubeziehen. Wenn Sie 12 Monatsgehälter à 400 Euro und dazu noch Weihnachtsgeld zahlen, liegen Sie selbstverständlich über dem Schnitt von 400 Euro! Sie müssen für jeden geringfügig Beschäftigten zum Ende des Kalenderjahres eine Jahresmeldung bei der Bundesknappschaft abgeben. Übersteigt das bis dahin gezahlte Gehalt den Durchschnitt von 400 Euro wesentlich, überprüft die Knappschaft Bahn See ( früher: „Bundesknappschaft“), ob es sich nicht doch um eine versicherungspflichtige Beschäftigung handelt. Aufgrund der Tatsache, dass Sonderzahlungen wie beispielsweise Weihnachtsgeld oder Urlaubsgeld Standard sind, gelten aber recht hohe Toleranzgrenzen.

Der Arbeitgeber muss den Arbeitnehmer darüber aufklären, dass dieser die Möglichkeit hat, auf die Rentenversicherungsfreiheit zu verzichten und den Pauschalbeitrag des Arbeitgebers zur Rentenversicherung (15 %) auf den allgemeinen Rentenversicherungsbeitrag (2008 = 19,9 %) aufzustocken. Der Arbeitnehmer hat dies seinem Arbeitgeber gegenüber schriftlich zu erklären. Durch diese Aufstockung entstehen vollwertige Pflichtbeiträge, durch die der Arbeitnehmer volle Leistungsansprüche in der Rentenversicherung erwirbt. Der Arbeitgeber zieht den Anteil des Beschäftigten (4,9 %) von dessen Lohn ab und führt ihn zusammen mit der Pauschalabgabe ab. Der Verzicht auf die gesetzlich als Regelfall vorgesehene Rentenversicherungsfreiheit gilt bei mehreren nebeneinander ausgeübten geringfügig entlohnten Beschäftigungen für alle Beschäftigungen.

Für geringfügig Beschäftigte und Arbeitgeber – clever handeln
Das Sozialversicherungsrecht für geringfügig Beschäftigte ist neu geregelt. Erfahren Sie, wie Sie Steuern sparen, mehr Profit herausschlagen, als Arbeitgeber die Lohnnebenkosten senken.
Was geschieht bei mehreren geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen?
Welche steuerlichen Vorteile bieten haushaltsnahe Mini-Jobs?
Wie optimieren Sie die soziale Absicherung?
Wie stellen Sie den Antrag auf Versicherungsfreiheit?
Welche Aufklärungspflichten müssen Arbeitgeber erfüllen?
Mit Beispielen und Tipps. Ein Muss für Aushilfen, Gastronomie, Haushaltshilfen, Reinigungs- und Saisonbetriebe
„Der Ratgeber aus der Feder einer erfolgreichen Fachautorin stellt die Regelungen kompetent, umfassend und übersichtlich zusammen.“