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Menschenwürde ist kein irrationales Tabu

In einer soeben erschienenen Studie zum Thema
„Menschenwürde“ wendet sich Heiner Bielefeldt, Direktor des Deutschen Instituts für Menschenrechte, gegen die Vorstellung, der Begriff der Menschenwürde sei nur ein irrationales Tabu, das in einer auf-geklärten Rechtsordnung keinen Ort habe. „60 Jahre nach der Verabschiedung der Allgemeinen Er-klärung der Menschenrechte und des Grundgesetzes erweist sich eine Rückbesinnung auf die Bedeu-tung der Menschenwürde nicht nur aus historischen Gründen als sinnvoll“, erklärt Heiner Bielefeldt. Denn bei aller Zustimmung, die der Grundsatz der Menschenwürde weithin finde, zeige sich zugleich
zunehmende Unsicherheit darüber, was denn unter der Würde des Menschen eigentlich zu verstehen sei.