Urlaub in Griechenland

Mein  Urlaub in Griechenland war im Jahr 1983. Diesen Urlaub von 4 Wochen habe ich in sehr guter Erinnerung. Wir waren auf der Insel Thassos. Die Anreise mit dem Bus war zwar sehr anstrengend, doch die lange Fahrt hat sich gelohnt. Als wir mit der Fähre von Thessaloniki nach Thassos überfuhren, wurden wir im Hotel, direkt am Meer sehr herzlich empfangen. Ich lernte in dieser Zeit Land und Leute kennen. Es gab keine Reichen Menschen, nur das einfache Volk. Fischer, die morgens früh auf´s Meer fuhren, kleine Geschäfte, die Waren für die Touristen anboten und natürlich viele Lokale und Wirte, die uns mit einfachen Speisen reichlich bedienten. Ich erinnere mich noch, dass man in die Küche mitgenommen wurde, um sich das Gericht auszusuchen, denn es gab keine Speisekarten in dem Sinne, wie man sie heute kennt.

Die Deutschen waren jedenfalls sehr beliebt und jeder der als Grieche vorher in Deutschlad war, packte seinen letzten Wortschatz zusammen um sich zu unterhalten. Man erzählte, dass man in Deutschland gearbeitet hat um sich Geld für ein eigenes Lokal zusammen zu sparen. Die Menschen waren dort auf der Insel einfach und glücklich. Ich wäre damals am liebsten dort geblieben.

Leider war nach 10 Jahren von dem nichts mehr übrig. Baulöwen hatten haben die halbe Insel abgebrannt um endlich auch dort eine Touristenhochburg zu schaffen. Die Menschen haben sich auch verändert, statt mit dem Eselkarren war man nun mit dicken Autos unterwegs. Die Menschen, die vorher herzlich waren, wirkten arrogant. Die Preise hatten sich nicht nur verdoppelt, nein sogar vervierfacht. Man hatte sich nur noch auf Tourismus eingestellt und der Tourist spürte, wie er abgezockt wird.

Schaut man sich nun das Video und die Geschichte des Landes heute an, so ist es sehr traurig, was Geld aus Menschen macht. Auch Italien, Spanien und andere Südländer wurden vor den Veränderungen nicht verschont. Ist es nicht an der Zeit, wieder zum Ausganspunkt zurückzukehren? Auch Deutschland wird solche Veränderungen mit weiteren Krawallen und bürgerkriegsähnlichen Zuständen in Kürze erleben.

  • yvonne

    Die gute alte Reisezeiten sind vorrüber,schuld zum überwiegend größten Teil sind der Euro,nicht die Gäste und nicht die Menschen vorort. Viele Menschen sind in ihren Herzen traurig,doch es nützt alle Trauer nichts,wenn kein Geld bleibt um zu überleben. Ehe sich „das“ nicht ändert,wird es nie mehr das,was es einmal war.

  • albkai

    ich werde wohl dieses jahr auf urlaub im ausland verzichten. wir haben ja auch schöne gegenden.

  • Honigfrau

    Der Tourismus ist einer der wenigen florierenden Wirtschaftszweige Griechenlands. Das wissen auch die Taxifahrer und setzen die Regierung in einem Lizenzstreit unter Druck – indem sie Flughäfen und Häfen blockieren.

    Viel Spaß in Griechenland