Amis reagieren auf Wikileaks Angriff

Was für ein Armutszeugnis, das sich da die angebliche Weltmacht wieder einmal liefert. Das wird so manchen Europäer amüsieren: Geht es ums Thema Sicherheit, gehen die Amerikaner inzwischen so weit, dass ihre Luftwaffe auf den hauseigenen Computern den Zugang zu Internetportalen von Zeitungen und Zeitschriften sperrt. Zu Qualitäts-Medien, die großflächig auswalzen, was die Enthüllungsplattform Wikileaks an US-Geheimdokumenten ins Internet schüttet.

Für sich genommen ist dieses Vorgehen gegen „unangemessene Netz-Inhalte“ tatsächlich kindisch. Es erinnert an Filmszenen aus den Fünfzigerjahren, in denen kleinen Jungs die Augen zugehalten werden, um ihnen den Anblick einer leicht bekleideten Frau zu verwehren. Huch!

Und in der Tat geht es hier um ein Spiel. Aber um eines, das alles andere als lächerlich oder lustig ist. Das Kommando der US-Luftwaffe für die Kriegführung im Internet, 24th Air Force/Cyber Command, gilt seit September als voll einsatzbereit. Jetzt lässt es die Muskeln spielen. Wenn auch nur ein ganz klein bisschen. Als erstes Lebenszeichen sozusagen.

Zielte dieser Zug nicht gegen Leuchttürme der freien Presse, sähe die Spiel-Variante vermutlich so aus: Nicht die Zugänge zu den Internetportalen auf den eigenen Rechnern würden blockiert, vielmehr diese Internetseiten selbst.

Die US-Luftwaffe beherrscht so etwas – anders als die meisten Verbündeten – inzwischen aus dem Effeff. Genau daran soll erinnert werden.

So schreibt es im Originaltext: Die Neue Osnabrücker Zeitung

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