Der große Crash – Margin Call ab 29.09.2011 im Kino

Wenn das kein Zufall ist? Genau heute ist der Kinostart von „Der große Crash“ Zeitgleich der wahnsinnigen Abstimmung über den neuen Rettungsschirm der EU. Die ganze Welt weiss, dass sich der Euro auflöst, diese Abstimmung könnte auch eine Beruhigungspille für die Märkte sein, die ziemlich nervös sind. Der grosse Crash im Euroland kommt überraschend und ohne Ankündigung. Viele Stimmen meinen sogar, dass es sein könnte, dass am Nationalfeiertag die Offenbarungen kommen. Egal, wie und wann, man kann es nicht mehr aufhalten.

Zum Film: Wall Street 2008: Vermögensberater, Broker und Börsenmakler jonglieren noch ohne schlechtes Gewissen mit hohen Einsätzen und erzielen schwindelerregende Gewinnmargen. Doch die Finanzkrise hat bereits Einzug gehalten. Hauptleidtragender in einer großen Investmentfirma ist Top-Risk-Analyst Eric Dale (Stanley Tucci).

Dale arbeitete an einer Analyse der aktuellen Unternehmenssituation und übergibt die brisanten Daten bei seiner Entlassung seinem ehemaligen Schützling, dem smarten Jungtalent Peter Sullivan (Zachary Quinto). Sullivan stellt daraufhin weitere Berechnungen an und erkennt, dass der finanzielle Untergang seiner Firma bevorsteht.

Von den Zahlen alarmiert, beschließt die Konzernführung um Will Emerson (Paul Bettany), Sam Rogers (Kevin Spacey), Jared Cohen (Simon Baker), Sarah Robertson (Demi Moore) und John Tuld (Jeremy Irons) zum bevorstehenden Wochenende eine hochspekulative Rettungsaktion. Es beginnt eine moralische und zunehmend dramatische Achterbahnfahrt, die alle Beteiligten innerhalb der nächsten Stunden an den Rand der Katastrophe katapultieren wird.

  • yvonne

    Es wäre an der Zeit,diesen überbezahlten Bank Managern,die große mengen Geld verzockt und in den Sand gesetzt haben,mit ihrem Vermögen haftbar zu machen.
    Dann wäre dieser ganze Spuk bald vorrüber.

  • Der Film klingt ganz spannend, hat was von Wall Street, wobei mir da das Remake nicht so gut gefallen hat, wie das Original.

    @yvonne
    Es sind nicht immer nur die überbezahlten Bänker, die an allem Schuld sind. Was meinst du wohl, warum Fondsgesellschaften, Lebensversicherungen etc. Gewinn machen müssen und darum spekulieren? Weil die Millionen Kleinanleger in Deutschland auch eine Rendite sehen wollen. Selbst das schnöde Tagesgeldkonto bei der DiBa, meinst du die Zinsen und somit das Geld fällt vom Himmel?

  • Peter

    Die Bänker, Aktionäre und Geschäftsleute werden sich doch nie ändern. Ich finde es aber gut, dass die Leute endlich auf die Straßen gehen und dagegen Protestieren. Die Wall S treet macht endlich mal auch andere Schlagzeilen. Das jetzt noch ein Film darüber rauskommt, zeigt ja nur wie aktuell und stark behaftet dieses Thema ist.

  • Die Spatzen pfeifen es längst von der Akropolis:
    An einem Schuldenschnitt für Griechenland kommt die Politik nicht mehr vorbei. Damit ist klarer denn je: Dem Weiterwursteln in der Euro-Krise muss schnellstmöglich ein Ende gesetzt werden. Aufgrund der überragenden Wirtschaftskraft steht die deutsche Kanzlerin Angela Merkel zuallererst in der Pflicht. Sie muss ein überzeugendes Konzept zur Beilegung der Euro-Krise auf den Tisch bringen. Der Erste, den es dabei zu überzeugen gilt, ist sicher Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy, denn die Europäische Integration kam immer nur dann voran, wenn Deutschland und Frankreich an einem Strang zogen. Um die in der EU bereits schwelende Bankenkrise beizulegen, bevor es zu Feuer kommt, hilft kurzfristig nichts anderes als Banken zwangsweise gegen Aktienpakete mit mehr Eigenkapital auszustatten und damit quasi teilweise oder ganz zu verstaatlichen. Sonst führt eine harte Umschuldung Griechenlands nahezu zwangsläufig in eine Bankenkrise. Und dem Euro droht durch den immensen Refinanzierungsbedarf Italiens und Spaniens von 450 Milliarden Euro für 2012 weiteres Ungemach. Umso wichtiger ist es, fast zehn Jahre nach der Euro-Einführung eine wirtschaftspolitische Koordinierung festzuschreiben, die diesen Namen verdient: klare, verbindliche Regeln, die eine Auseinanderentwicklung der Wirtschaftsräume begrenzen. Derzeit sägt der Exportvizeweltmeister Deutschland kräftig an dem Ast, auf dem er sitzt.

    Originaltext: Neues Deutschland

  • Pingback: Börsenmakler: Banken haben sich "verzockt"()

  • Der Film ist echt gut geworden. Ich habe ihn gesehen ohne mich groß darüber zu informieren. Der Film ist teilweise schwer zu verstehen und geht tiel in die Thematik der Banken rein. Aber wenn man sich darauf einlässt, ist der Film sehr sehenswert. Und danach gibt es aucht Themen zu Diskussion über das gerade gesehene.