Seher oder Eingeweihte? Gustav Meyrink sah die Ölkatastrophe

Der Eingeweihte, Adept, Esoteriker und Okkultist Gustav Meyrink war unter anderem in seinem Leben auch Inhaber einer erfolgreichen Bank, er wurde dieser Tage bekannt wegen seiner 1903 geschriebenen punktgenau eingetroffenen Vorhersage einer Ölkatastrophe da, wo sie heute eintrat – suchen Sie einfach mittels Suchmaschine und Sie finden es, es steht in „Des deutschen Spießers Wunderhorn.“ Gustav Meyrink forderte alle Offiziere seiner Stadt zum Duell auf Pistole. Keiner der Feiglinge – das sind viele Offiziere, sonst hätten sie anderen Beruf – traute sich. Es war ihnen bekannt, dass Gustav Meyrink nicht nur Adept, Okkultist, Erleuchteter und Bankier war, sondern dass er auch todsicherer Pistolenschütze war. Man wusste, dass er seine Kugeln unter Zuhilfenahme gewisser lautmagischer Formeln – die er Franz Bardon anvertraute – selber goß. Gustav Meyrink beschrieb in allen seinen Romanen verhüllt den Aufstieg der Kundalini-Energie. Viele, leider, führt dieser Aufstieg in die Kaltwasserheilanstalt. Andere versuchen unbewusst diese kolossale Energie zu dämpfen mit dem Geist, der aus der Flasche kommt: Alkohol. Am deutlichsten beschrieb Meyrink sie in dem esoterischen Schlüsselroman „Das grüne Gesicht.“ Es folgt ein Auszug:

Gustav Meyrink, Das grüne Gesicht, Auszug (mehr hier, fett durch mich):

Das Leben ist ist gnädig; jeden Augenblick schenkt es uns einen Anfang. Jede Sekunde drängt uns die Frage auf: Wer bin ich? – Wir stellen sie nicht; das ist der Grund, weshalb wir den Anfang nicht finden. (…)Ein Jahrtausend und länger noch haben die Menschen gelernt, das Gesetz der Natur zu durchschauen und sie sich dienstbar zu machen. Wohl denen, die den Sinn dieser Arbeit erfaßt und begriffen haben, daß das Gesetz des Innern dasselbe wie das des Äußern ist, nur um eine Oktave höher: sie sind zur Ernte berufen, – die andern bleiben ackernde Knechte, das Antlitz zur Erde gebeugt.Der Schlüssel zur Macht über die innere Natur ist verrostet seit der Sintflut. Er heißt: – Wachsein.Wachsein ist alles. Von nichts ist der Mensch so fest überzeugt, wie davon, daß er wach sei; dennoch ist er in Wirklichkeit in einem Netz gefangen, das er sich selbst aus Schlaf und Traum gewebt hat. Je dichter dieses Netz, desto mächtiger herrscht der Schlaf; die darein verstrickt sind, das sind die Schlafenden, die durchs Leben gehen wie Herdenvieh zur Schlachtbank, stumpf, gleichgültig und gedankenlos.Die Träumenden unter ihnen sehen durch die Maschen eine vergitterte Welt, – sie erblicken nur irreführende Ausschnitte, richten ihr Handeln darnach ein und wissen nicht, daß diese Bilder bloß sinnloses Stückwerk eines gewaltigen Ganzen sind. Diese »Träumer« sind nicht, wie du vielleicht glaubst, die Phantasten und Dichter – es sind die Regsamen, die Fleißigen, Ruhelosen der Erde, die vom Wahn des Tun’s Zerfressenen; sie gleichen emsigen, häßlichen Käfern, die ein glattes Rohr emporklimmen, um von oben – hineinzufallen.Sie wähnen wach zu sein, aber das, was sie zu erleben glauben, ist in Wahrheit nur Traum, – genau vorausbestimmt im kleinsten Punkt und unbeeinflußbar von ihrem Willen. (…)

Dass es sich bei „Das grüne Gesicht“ um einen okkulten Schlüsselroman handelt, fiel schon vor über 50 Jahren Louis Pauwels und Jacques Bergier auf, die darüber schrieben in „Aufbruch ins dritte Jahrtausend“. Es fiel ihnen auf, weil Gurdjew sie gebrieft hatte. Wahrlich, die Wege der verborgenen Okkultisten sind wundersam.

  • Als ich mich selbst zu lieben begann,
    habe ich verstanden,
    dass ich immer und bei jeder Gelegenheit
    zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin
    und dass alles, was geschieht, richtig ist –
    von da an konnte ich ruhig sein.
    Heute weiß ich, das nennt man Vertrauen.
    Von Charlie Chaplin (1889 – 1977)
    an seinem 70. Geburtstag am 16. April 1959

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