Bombenterror mitten in Stockholms Weihnachtsgeschäft

Ein Mann sprengte sich in Bryggargatan im Zentrum von Stockholm. Ein paar Minuten vorher explodierte eine Autobombe am Olof-Palme-Straße in der Nähe. Zwei Personen wurden mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Der Alarm kam am Samstag um 16:52 Uhr. Zahlreiche Menschen riefen die Polizei über den Notruf und meldeten, dass ein Auto an der Kreuzung der Queen Street / Olof Palmes gata explodiert war.
Die Polizei: Wir haben 50 Anrufe zu 112 erhalten, sagte Bengt Norberg, Leiter des SOS in Stockholm, kurz nach dem Vorfall. Man weiß noch nicht ob es ein Terroranschlag war, was aber nicht auszuschliessen ist.

Ein großer Einsatz- mindestens drei Autos von der Feuerwehr und sechs Krankenwagen – wurden in die Szene geschickt. Polizei sperrte eine große Fläche im Zentrum von Stockholm ab.

Später fand man einen toten Mann in der Kreuzung Bryggargatan / Drottninggatan.

Die Polizei geht davon aus, dass der Mann sich selbst gesprengt hatte, sagte der Sprecher der Stockholmer Polizei.

Zuerst erhielt die Polizei Informationen, dass es zwei Autos seien, die gesprengt wurden. Später bestätigte Stockholm Polizist Petra Sjölander dass es nur ein Auto war.

Das Auto war an der Kreuzung der Queen Street / Olof Palmes gata gestanden. Zwei Menschen, die sich in der Nähe befanden, wurden ins Krankenhaus eingeliefert.

– Wir erhielten den Alarm über wiederholte Explosionen „, sagte Sjölander.

Ein paar Minuten später wurde eine Person tot an der Kreuzung der Queen Street und Bryggargatan gefunden.

Man weiß noch nicht, ob es Verbindungen zwischen den beiden Anschlägen gibt.

  • thematerror

    Der Vorsitzende des Innenausschusses im
    Bundestag, Wolfgang Bosbach (CDU), hat sich nach den Terroranschlägen
    in Schweden für eine Beibehaltung der erhöhten Sicherheitsstandards
    ausgesprochen. „Der Terroranschlag in Schweden macht deutlich, wie
    ernst die Situation ist. Für Deutschland heißt das, dass wir zum
    jetzigen Zeitpunkt keine Entwarnung geben können. Wir werden noch
    über Weihnachten bis in das neue Jahr hinein das hohe Niveau der
    Sicherheitsvorkehrungen halten müssen“, sagte Bosbach der in
    Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ (Montagausgabe).
    Anschließend müsse die Lage je nach Analyse der Sicherheitsdienste
    neu bewertet werden.

    Originaltext: Rheinische Post