Versicherer Ineas und LadyCarOnline PLEITE

Die Internetversicherer Ineas und LadyCarOnline sind Pleite. Autofahrer mit Verträgen der Internetversicherer Ineas und LadyCarOnline sind ab 1. September ohne Versicherungsschutz. In Deutschland sind davon 50 000 Kunden betroffen, so Stiftung Warentest auf ihrem Online-Portal „test.de“. Die Notverwalter der beiden niederländischen Versicherungen haben alle Verträge zum 31. August, 24 Uhr, gekündigt. Non den insolventen Versicherern wird es vermutlich keine Rückerstattung der bereits gezahlten Beiträge geben.

Stiftung Warentest rät Versicherten daher, sofort eine neue Versicherung abzuschließen. „Wer sich nach dem 1. September ohne Versicherungsschutz mit dem Auto fortbewegt macht sich strafbar“, sagt Thorsten Rudnik vom Bundesverband der Versicherten (BdV) in Henstedt-Ulzburg bei Hamburg. Außerdem kann sein Fahrzeug von der Zulassungsstelle außer Betrieb gesetzt werden, ergänzt die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), die aktuell von der niederländischen Aufsichtsbehörde DeNederlandsche Bank (DNB) informiert wurde.

Wird das Auto gestohlen, brennt ab oder kommt bei einem Sturm zu schaden, ist  eine Vollkasko aktuell nichts mehr wert. Ab dem 1.9.2010 sind ca. 50000 Autos in Deutschland nicht mehr abgesichert, auch nicht in der Haftpflicht.

Die niederländische International Insurance Corporation (IIC), zu der die beiden Internetversicherer gehören, war in Schieflage geraten und Ende Juni vom Landgericht Amsterdam unter Notverwaltung gestellt worden. Die Notverwalter wollten einen neuen Versicherer finden, der die Verträge übernimmt. Dies scheiterte vermutlich daran, dass das Gesamtportfolio aus niederländischen, deutschen, französischen und spanischen Verträgen besteht, so die BaFin.

Nach Angaben des ADAC in München dürfen insolvente Versicherer nicht mehr direkt mit Reparaturwerkstätten abrechnen. Stattdessen müssten Versicherte erst einmal in Vorleistung treten und dann die Quittung bei der Versicherung einreichen. Ist der Versicherer zahlungsunfähig, seien die Chancen schlecht, das Geld wiederzubekommen. „Wir raten den Versicherten dringend, ihr Sonderkündigungsrecht wahrzunehmen“, sagt ADAC-Sprecher Maximilian Maurer. Damit lasse sich der Vertrag sofort beenden. Die Kündigung muss schriftlich erfolgen.

Wer jetzt zu einer neuen Autoversicherung wechselt, muss der Kfz-Zulassungsstelle umgehend die elektronische Bestätigungsnummer des neuen Anbieters mitteilen. Ansonsten drohen bei einem Schaden Leistungsbeschränkungen. Das neue Vertragsverhältnis beginnt auch erst mit der ersten Prämienzahlung. Viele Versicherer in Deutschland seien laut Rudnik aber schon auf die neuen Kunden vorbereitet.

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