Volks-, Wohnungs- und Gebäudezählung 2011

Kommt in Europa die Zwangsanleihe? Der Zensus 2011 schafft die Informationsgrundlage für zukünftige politische und wirtschaftliche Planungen und wie diese Aussehen werden, bleibt derzeit noch ein grosses Geheimnis. In diesem Jahr 2011 finden in der EU gemeinschaftsweite Volks- und Wohnungszählungen statt. Auch Deutschland wird sich mit dem Zensus 2011 erstmals seit der Wiedervereinigung an dieser Zensusrunde beteiligen. Neu und zentraler Teil ist die Gebäude- und Wohnungszählung, da in Deutschland kein einheitliches Verwaltungsregister über Gebäudemund Wohnungen existiert. Auskunftspflichtig sind alle Eigentümer von Gebäuden mit Wohnungen, dies gilt auch für den jeweiligen Eigentümer einer Eigentumswohnung.

Für jede Wohnung werden unter anderem Art der Wohnungsnutzung, Fläche, Zahl der Räume, sanitäre
Anlagen, Zahl der Bewohner, Wohnungstyp, Heizungsart, Baujahr und Eigentumsverhältnisse sowie Namen von bis zu 2 Bewohnern ermittelt. Bei Nichterfüllung drohen Buß- und Zwangsgelder bis zu € 50.000. Details der Datenübermittlung (Formular/Online)

In Deutschland wurde nach dem ersten Weltkrieg 1922 eine Zwangsanleihe eingeführt um den Reparationsforderungen nachkommen zu können. Unter dem Eindruck der Hyperinflation war die Möglichkeit des Reiches, sich auf dem Kapitalmarkt zu finanzieren zusammengebrochen. Zeichnungspflichtig waren alle am 1. Januar 1923 vermögensteuerpflichtigen Personen mit einem Vermögen über 100.000 Mark. Die Zeichnungspflichtigen hatten von den ersten 100.000 Mark ihres Vermögens 1 Prozent und von den nächsten 150.000 Mark 2 Prozent zu zeichnen. Der Höchstsatz war bei einem Vermögen von 1.000.000 Mark und einem Satz von 10 Prozent erreicht. Eine Tilgung war ab November 1925 vorgesehen. Hierzu kam es aber nicht, da die Guthaben durch die Deutsche Inflation 1914 bis 1923 vollständig vernichtet wurden. Faktisch war diese Zwangsanleihe zu einer Vermögensabgabe geworden. (wikipedia)

Die Schulden in Europa (Finanzerungslücken) müssen ausgeglichen werden, von uns und unseren Kindern. Dazu stehen verschiedene Möglichkeiten offen: Erhöhung von Steuern und Abgaben (Mehrwertsteuer, Einkommenssteuer, Ökosteuer, Krisensolidaritätszuschlag, kommunale Gebühren) und/oder Anleihen. Letztere werden wohl nicht unbedingt freiwillig in ausreichendem Maße gezeichnet werden, wenn die prekäre Bonitätssituation der Länder  bekannt ist. Ausweg: Zwangsanleihen in gamz Europa!